Vor einigen Wochen wurde die Wiedereinführung der kalten Progression zur Sanierung des Budgetdefizits ins Spiel gebracht. Fest steht jedoch schon jetzt: Seit 2026 wird ein Drittel der kalten Progression wieder einbehalten, womit die Inflationsabgeltung der Löhne zumindest teilweise wieder besteuert wird. Die Tür für eine komplette Wiedereinführung der kalten Progression ist also geöffnet. Unsere Berechnung zeigt, wie viel Nettoeinkommen Arbeitnehmer 2026 verlieren würden, wäre die kalte Progression im Jahr 2022 nicht abgeschafft worden.
Die Auswirkungen wären bereits bei niedrigen Einkommen deutlich spürbar gewesen: Bei einem Bruttomonatslohn von 2.000 Euro hätten Betroffene heuer rund 830 Euro netto weniger im Jahr zur Verfügung. Mit steigendem Einkommen wächst der Verlust erheblich. Vollzeitbeschäftigte mit einem Bruttomonatslohn von 4.000 Euro würden heuer rund 1.550 Euro pro Jahr einbüßen. „Obwohl die Lohnsteuer immer neue Rekordeinnahmen bringt, wird erneut über eine Rückkehr der kalten Progression diskutiert. Während Politiker den Slogan ‚Leistung muss sich lohnen‘ bemühen, ziehen sie den Bürgern das Geld aus der Tasche. Wir brauchen nicht höhere Steuern, wir brauchen weniger Staat“, sagt Dénes Kucsera.
Die österreichischen Tariflöhne sind jenen der Eurozone in den vergangenen Jahren rasant davongezogen.
Jahrelang profitierte Österreich von der Niedrigzinsphase. Trotz rasant steigender Staatsschulden blieben die Kosten für deren Finanzierung überschaubar. Doch diese Zeit ist vorbei.
Wird diesmal tatsächlich ausgabenseitig konsolidiert? Nein. Die Ausgaben steigen weiter fröhlich an.
Das Doppelbudget 2027/28 sollte Österreich eigentlich wieder auf einen stabilen Budgetpfad bringen. Die Wirklichkeit sieht anders aus.
Dass der Staat seine Budgetprobleme primär auf der Ausgabenseite lösen muss, liegt auf der Hand.
Die Diskussion rund um die Kürzungen der Universitätsbudgets ab 2028 sorgt derzeit für große Aufregung. Dabei wird jedoch oft übersehen, dass das aktuelle Budget für die Jahre 2025 bis 2027 bereits deutlich erhöht wurde.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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