Vor einigen Wochen wurde die Wiedereinführung der kalten Progression zur Sanierung des Budgetdefizits ins Spiel gebracht. Fest steht jedoch schon jetzt: Seit 2026 wird ein Drittel der kalten Progression wieder einbehalten, womit die Inflationsabgeltung der Löhne zumindest teilweise wieder besteuert wird. Die Tür für eine komplette Wiedereinführung der kalten Progression ist also geöffnet. Unsere Berechnung zeigt, wie viel Nettoeinkommen Arbeitnehmer 2026 verlieren würden, wäre die kalte Progression im Jahr 2022 nicht abgeschafft worden.
Die Auswirkungen wären bereits bei niedrigen Einkommen deutlich spürbar gewesen: Bei einem Bruttomonatslohn von 2.000 Euro hätten Betroffene heuer rund 830 Euro netto weniger im Jahr zur Verfügung. Mit steigendem Einkommen wächst der Verlust erheblich. Vollzeitbeschäftigte mit einem Bruttomonatslohn von 4.000 Euro würden heuer rund 1.550 Euro pro Jahr einbüßen. „Obwohl die Lohnsteuer immer neue Rekordeinnahmen bringt, wird erneut über eine Rückkehr der kalten Progression diskutiert. Während Politiker den Slogan ‚Leistung muss sich lohnen‘ bemühen, ziehen sie den Bürgern das Geld aus der Tasche. Wir brauchen nicht höhere Steuern, wir brauchen weniger Staat“, sagt Dénes Kucsera.
Verteilung des Bruttoinlandsprodukts von 2016 bis 2026, quartalsweise, in Milliarden Euro, in Österreich
Wer behauptet, in Österreich käme vom wirtschaftlichen Erfolg nur wenig bei den Arbeitnehmern an, sollte einen Blick auf die Zahlen werfen. Seite 2015 ist die Lohnsumme stärker gestiegen als die Wirtschaftsleistung insgesamt; auch deshalb, weil die Beschäftigten seit Beginn der Inflationskrise kräftige Einkommenszuwächse erzielt haben.
Tatsächlich geleistete Arbeitsstunden pro Woche der unselbstständigen Beschäftigten, Index (2004 = 100)
Kurze Arbeitszeiten werden häufiger, lange seltener.
Schuldenquote, im ersten Quartal 2026
Österreichs Schuldenstand hat den EU-Schnitt überholt. Wenn wir so weitermachen, werden wir auch bald zu den überdurchschnittlich hoch verschuldeten Euro-Ländern gehören.
Zahl der erstzugelassenen Studierenden an öffentlichen Universitäten in Österreich von 2003 bis 2025
In Österreich ist studieren praktisch kostenlos und für jeden zugänglich. Abgesehen vom überschaubaren Beitrag zur Hochschülervertretung von 26,20 Euro pro Semester tragen Studierende hierzulande so gut wie nichts zur Finanzierung ihrer Ausbildung bei.
Eine neue Auswertung zeigt, wie sich die Rechtfertigung für Industriepolitik in den USA, China und der EU seit 2009 verschoben hat – und die Richtung ist eindeutig.
Baubewilligungen für neue Wohnungen, bis 1. Quartal 2026
Private Haushalte bauen traditionell größer als gewerbliche oder gemeinnützige Bauträger. Logisch - der Häuslbauer baut eher ein ‘Häusl’ als eine einzelne Wohnung; eine ganze Wohnanlage wird wiederum wohl sehr selten von einer Privatperson gebaut.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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