Mehr ökonomische Freiheit bedeutet mehr Wohlstand. Doch leider stehen viele junge Österreicher dem Thema Wirtschaft skeptisch gegenüber.
Laut Jugendbericht der Organisation YEP empfinden die meisten Jugendlichen Wirtschaft als kompliziert und negativ. Nur 38 Prozent interessieren sich dafür, die Mehrheit fühlt sich als bloßer Zuschauer statt als Teil der Wirtschaft. Gleichzeitig wünschen sich viele praxisnahe Inhalte: Wie entstehen Preise? Welche Rolle spielen Unternehmen? Was sind Steuern?
Noch deutlicher wird es beim Thema Finanzen: Zwei Drittel der AHS-Schüler sagen, sie kennen sich mit Geld kaum aus. Dabei wäre das Interesse da: In der Ö3-Jugendstudie erklärten 83 Prozent, dass sie Finanzbildung sofort als eigenes Schulfach einführen würden – gleich nach Mental Health.
„Insgesamt ist unter den Schülern der Staatsglaube stark ausgeprägt”, fasst Ökonomin Carmen Treml zusammen. „Viele glauben etwa, der Staat bestimme Löhne und Preise.” Kein Wunder also, dass viele der freien Marktwirtschaft skeptisch gegenüberstehen.
Unsere Publikation zeigt, wie man Wirtschaft neutraler vermitteln könnte: Warum Österreichs Schüler so wenig über Wirtschaft wissen. Und warum das nicht gut ist.
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Bruttoschulden des Gesamtstaats, in Prozent des BIP
Zweimal im vergangenen Jahrhundert schossen die Staatsschulden der Industrieländer nach oben: im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. 1946 lagen sie bei 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. Heute sind es rund 113 Prozent.
Index (2015 = 100), je geleisteter Arbeitsstunde, bis 2026.
Die Löhne sind seit 2019 kräftig gestiegen - auch wenn man die starke Inflation berücksichtigt.
Durchschnittliche monatliche Haushaltsausgaben nach Ausgabengruppen, 2019/20 und 2024/25
Der gesamte Konsum der Haushalte verändert sich seit Jahren real kaum - ein Symptom der wirtschaftlichen Stagnation, die wir in Österreich seit 2019 erleben.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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