Viele studieren Geisteswissenschaften und Künste, obwohl die Einstiegsgehälter niedriger sind und der Weg in den ersten Job im Schnitt überdurchschnittlich lange dauert.
Das ist kein Werturteil über einzelne Fachbereiche. „Natürlich sollte man sein Studium nicht nur nach der Höhe des zu erwartenden Gehalts ausrichten. Es ist aber schon entscheidend, sich Gedanken zu machen, ob man später auch einen Job finden wird und ob die Gehaltsaussichten den Vorstellungen entsprechen”, sagt Agenda-Austria-Ökonomin Carmen Treml.
Wenn sich nämlich besonders viele für Studienrichtungen mit vergleichsweise geringen Arbeitsmarktchancen entscheiden, betrifft das nicht nur die Studierenden selbst, sondern auch den Steuerzahler.
Auffällig ist, dass Informatik-Absolventen derzeit besonders schnell ins Berufsleben einsteigen. Das spricht für eine hohe Nachfrage, doch speziell auf der Software-Seite sind KI-bedingte Disruptionen zu erwarten.
Die Studienwahl ist eine persönliche Entscheidung. Die Rahmenbedingungen setzt jedoch die Politik. Und die sollte transparent machen, wo die Chancen gut stehen und wo nicht. “Wer jahrelang nur aus reinem Interesse und zur Beschäftigungstherapie studiert, sollte sich im Sinne der Allgemeinheit irgendwann fragen, ob das fair ist”, so Treml weiter.
Entwicklung der Sozialausgaben, in Prozent des BIP
Die Sozialquote ist zur Hälfte eine Pensionsquote.
Sozialleistungsausgaben, in Prozent des BIP
Jeder dritte Euro, der in Österreich erwirtschaftet wird, fließt mittlerweile in Sozialleistungsausgaben.
Auszahlungen des Bundes in Prozent der Einnahmen
Der deutsche Kanzlerwechsel weckte speziell in Österreich die Hoffnung, dass Europas Konjunkturmotor bald wieder anspringt. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer beschwor die Chance der deutschen Investitionen für die heimische Wirtschaft. Vom erhofften Wachstum ist derweilen wenig zu sehen.
Anzahl der Frauen über 60 Jahre in Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Schulung, bis Juni 2026
Der SPÖ-nahe Pensionistenverband warnt wieder einmal vor der Massenarbeitslosigkeit, die Österreich droht, wenn das Pensionsantrittsalter angehoben wird.
Einnahmen von Jänner bis Juni des jeweiligen Jahres (in Milliarden Euro) und die prozentuelle Veränderung zwischen 2019 und 2026
Im Finanzministerium hatte man im ersten Halbjahr wieder gute Laune.
Zusätzlich erforderliches nominales Wachstum zur Stabilisierung der Schuldenquote, in Prozent
Österreichs Staatsschulden sind auf mehr als 430 Milliarden Euro angewachsen, die Schuldenquote dürfte laut Fiskalrat bis 2030 auf einen Rekordwert von 88 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Um diesen Anstieg der Schuldenquote allein durch Wirtschaftswachstum zu verhindern, müsste die Wirtschaftsleistung deutlich stärker zulegen als derz
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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