Viele studieren Geisteswissenschaften und Künste, obwohl die Einstiegsgehälter niedriger sind und der Weg in den ersten Job im Schnitt überdurchschnittlich lange dauert.
Das ist kein Werturteil über einzelne Fachbereiche. „Natürlich sollte man sein Studium nicht nur nach der Höhe des zu erwartenden Gehalts ausrichten. Es ist aber schon entscheidend, sich Gedanken zu machen, ob man später auch einen Job finden wird und ob die Gehaltsaussichten den Vorstellungen entsprechen”, sagt Agenda-Austria-Ökonomin Carmen Treml.
Wenn sich nämlich besonders viele für Studienrichtungen mit vergleichsweise geringen Arbeitsmarktchancen entscheiden, betrifft das nicht nur die Studierenden selbst, sondern auch den Steuerzahler.
Auffällig ist, dass Informatik-Absolventen derzeit besonders schnell ins Berufsleben einsteigen. Das spricht für eine hohe Nachfrage, doch speziell auf der Software-Seite sind KI-bedingte Disruptionen zu erwarten.
Die Studienwahl ist eine persönliche Entscheidung. Die Rahmenbedingungen setzt jedoch die Politik. Und die sollte transparent machen, wo die Chancen gut stehen und wo nicht. “Wer jahrelang nur aus reinem Interesse und zur Beschäftigungstherapie studiert, sollte sich im Sinne der Allgemeinheit irgendwann fragen, ob das fair ist”, so Treml weiter.
Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich
1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.
Einen flächendeckenden Lehrermangel gibt es in Österreich nicht, auch wenn das gern behauptet wird, meint unsere Ökonomin Carmen Treml. Nur rund ein Prozent der Lehrerstellen ist unbesetzt. Der Anteil nicht voll ausgebildeter Lehrkräfte liegt mit 6,7 Prozent klar unter dem OECD-Schnitt von 9,1 Prozent. Wir haben kein Mengenproblem, sondern Engp
Zinssätze in Österreich, in Prozent
Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.
Vor zwanzig Jahren war nur jeder vierte Krankenstand in Österreich nach spätestens drei Tagen vorbei. Mittlerweile trifft das auf fast jeden zweiten Fall zu.
2.800 Euro pro Kopf. So viel zahlt jeder Erwerbstätige in Österreich 2029 allein an Zinsen für die Staatsschulden. Insgesamt wird der Staat 2029 12,6 Milliarden Euro an Zinsen zahlen.
Die alte Bildungskarenz wurde dafür nicht repariert. Sie wurde eingestellt, ein neues Modell kam an ihre Stelle.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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