Viele studieren Geisteswissenschaften und Künste, obwohl die Einstiegsgehälter niedriger sind und der Weg in den ersten Job im Schnitt überdurchschnittlich lange dauert.
Das ist kein Werturteil über einzelne Fachbereiche. „Natürlich sollte man sein Studium nicht nur nach der Höhe des zu erwartenden Gehalts ausrichten. Es ist aber schon entscheidend, sich Gedanken zu machen, ob man später auch einen Job finden wird und ob die Gehaltsaussichten den Vorstellungen entsprechen”, sagt Agenda-Austria-Ökonomin Carmen Treml.
Wenn sich nämlich besonders viele für Studienrichtungen mit vergleichsweise geringen Arbeitsmarktchancen entscheiden, betrifft das nicht nur die Studierenden selbst, sondern auch den Steuerzahler.
Auffällig ist, dass Informatik-Absolventen derzeit besonders schnell ins Berufsleben einsteigen. Das spricht für eine hohe Nachfrage, doch speziell auf der Software-Seite sind KI-bedingte Disruptionen zu erwarten.
Die Studienwahl ist eine persönliche Entscheidung. Die Rahmenbedingungen setzt jedoch die Politik. Und die sollte transparent machen, wo die Chancen gut stehen und wo nicht. “Wer jahrelang nur aus reinem Interesse und zur Beschäftigungstherapie studiert, sollte sich im Sinne der Allgemeinheit irgendwann fragen, ob das fair ist”, so Treml weiter.
Niemand sollte sich wundern, dass es in Österreich steigenden Wohnungsmangel gibt.
Einkommen österreichischer Pensionisten im EU-Vergleich mit Erwerbstätigen
Irgendwann schlage die Mathematik die Ideologie, sagte AMS-Chef Johannes Kopf zuletzt in der ORF-„Pressestunde“ und sprach sich für ein höheres Pensionsantrittsalter aus.
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Bruttoschulden des Gesamtstaats, in Prozent des BIP
Zweimal im vergangenen Jahrhundert schossen die Staatsschulden der Industrieländer nach oben: im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. 1946 lagen sie bei 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. Heute sind es rund 113 Prozent.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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