Österreich leistet sich einen der teuersten Staaten in ganz Europa.
So zeigt unsere Auswertung auf Basis von EU-Kommissionsdaten, wie viel geringer die Staatsausgaben ausfallen würden, wenn sie denselben Ausgabenanteil an der jährlichen Wirtschaftsleistung hätten wie andere EU-Länder.
Wie es geht, zeigt Dänemark: Das Land unterhält einen gut ausgebauten Wohlfahrtsstaat, gibt im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung 30 Milliarden Euro weniger aus als Österreich und schreibt Budgetüberschüsse. Nur Frankreich oder Finnland unterhalten teurere Staaten als Österreich. Der Befund unterstreicht ein strukturelles Problem: Österreich gibt sehr viel Geld aus, ohne dafür überdurchschnittliche Wachstums-, Wohlstands- oder Standortergebnisse zu erzielen. „Hohe Ausgaben allein garantieren weder wirtschaftliche Dynamik noch soziale Treffsicherheit. Gerade im Vergleich zu Dänemark ist das Gegenteil der Fall, der heimische Staat arbeitet ineffizient und setzt seine Prioritäten falsch“, hält Dénes Kucsera fest.
Prognose des Bruttofinanzierungsbedarfs im Jahr 2036, in Prozent des BIP
Die Warnsignale für Österreichs Staatsfinanzen verdichten sich.
Anzahl der erstzugelassenen Studenten im jeweiligen Studienjahr
An Österreichs öffentlichen Universitäten hat sich das Verhältnis gedreht: Seit dem Studienjahr 2021/22 werden mehr ausländische als österreichische Studierende erstzugelassen – und der Abstand wächst jedes Jahr.
Anzahl der Arztbesuche pro Kopf, Vergleich europäischer Länder, im Jahr 2023
Ist Österreich das kränkste Land Europas? Könnte man meinen, wenn man sich ansieht, wie oft hierzulande der Arzt aufgesucht wird - nämlich öfter als überall sonst in Europa.
Anteil des Staatskonsums an der Wirtschaftsleistung, in Prozent von 1995 bis 2027, in Östereich
Österreich stemmt sich gegen die Flaute. Seit Jahren versucht der Staat, die weggebrochenen privaten Investitionen durch öffentliche zu ersetzen (allerdings ohne Erfolg).
Die österreichischen Tariflöhne sind jenen der Eurozone in den vergangenen Jahren rasant davongezogen.
Jahrelang profitierte Österreich von der Niedrigzinsphase. Trotz rasant steigender Staatsschulden blieben die Kosten für deren Finanzierung überschaubar. Doch diese Zeit ist vorbei.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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