Österreich leistet sich einen der teuersten Staaten in ganz Europa.
So zeigt unsere Auswertung auf Basis von EU-Kommissionsdaten, wie viel geringer die Staatsausgaben ausfallen würden, wenn sie denselben Ausgabenanteil an der jährlichen Wirtschaftsleistung hätten wie andere EU-Länder.
Wie es geht, zeigt Dänemark: Das Land unterhält einen gut ausgebauten Wohlfahrtsstaat, gibt im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung 30 Milliarden Euro weniger aus als Österreich und schreibt Budgetüberschüsse. Nur Frankreich oder Finnland unterhalten teurere Staaten als Österreich. Der Befund unterstreicht ein strukturelles Problem: Österreich gibt sehr viel Geld aus, ohne dafür überdurchschnittliche Wachstums-, Wohlstands- oder Standortergebnisse zu erzielen. „Hohe Ausgaben allein garantieren weder wirtschaftliche Dynamik noch soziale Treffsicherheit. Gerade im Vergleich zu Dänemark ist das Gegenteil der Fall, der heimische Staat arbeitet ineffizient und setzt seine Prioritäten falsch“, hält Dénes Kucsera fest.
Österreich zählt im europäischen Vergleich weiter zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern. Während viele EU-Staaten ihr reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seit 2019 deutlich steigern konnten, zeigt sich für Österreich im Zeitraum 2019 bis 2027 eine hartnäckige Stagnation.
Die Einnahmen aus den wichtigsten Steuern gehen in Österreich trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiterhin steil nach oben.
Die österreichische Staatsquote ist traditionell sogar noch höher als die argentinische.
Argentinien spart, Österreich tut nur so.
In keinem anderen EU-Land diesseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs gehört ein so hoher Anteil der Wirtschaft der öffentlichen Hand wie in Österreich.
Österreich und Argentinien liegen bei der Staatsschuldenquote gleichauf.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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