Österreich leistet sich einen der teuersten Staaten in ganz Europa.
So zeigt unsere Auswertung auf Basis von EU-Kommissionsdaten, wie viel geringer die Staatsausgaben ausfallen würden, wenn sie denselben Ausgabenanteil an der jährlichen Wirtschaftsleistung hätten wie andere EU-Länder.
Wie es geht, zeigt Dänemark: Das Land unterhält einen gut ausgebauten Wohlfahrtsstaat, gibt im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung 30 Milliarden Euro weniger aus als Österreich und schreibt Budgetüberschüsse. Nur Frankreich oder Finnland unterhalten teurere Staaten als Österreich. Der Befund unterstreicht ein strukturelles Problem: Österreich gibt sehr viel Geld aus, ohne dafür überdurchschnittliche Wachstums-, Wohlstands- oder Standortergebnisse zu erzielen. „Hohe Ausgaben allein garantieren weder wirtschaftliche Dynamik noch soziale Treffsicherheit. Gerade im Vergleich zu Dänemark ist das Gegenteil der Fall, der heimische Staat arbeitet ineffizient und setzt seine Prioritäten falsch“, hält Dénes Kucsera fest.
Jahrelang profitierte Österreich von der Niedrigzinsphase. Trotz rasant steigender Staatsschulden blieben die Kosten für deren Finanzierung überschaubar. Doch diese Zeit ist vorbei.
Wird diesmal tatsächlich ausgabenseitig konsolidiert? Nein. Die Ausgaben steigen weiter fröhlich an.
Das Doppelbudget 2027/28 sollte Österreich eigentlich wieder auf einen stabilen Budgetpfad bringen. Die Wirklichkeit sieht anders aus.
Dass der Staat seine Budgetprobleme primär auf der Ausgabenseite lösen muss, liegt auf der Hand.
Die Diskussion rund um die Kürzungen der Universitätsbudgets ab 2028 sorgt derzeit für große Aufregung. Dabei wird jedoch oft übersehen, dass das aktuelle Budget für die Jahre 2025 bis 2027 bereits deutlich erhöht wurde.
Österreich zählt im europäischen Vergleich weiter zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern. Während viele EU-Staaten ihr reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seit 2019 deutlich steigern konnten, zeigt sich für Österreich im Zeitraum 2019 bis 2027 eine hartnäckige Stagnation.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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