Der Tag der leeren Staatskasse zeigt eine dramatische Budgetschieflage.
Österreich rutscht im europäischen Vergleich weiter ab. Zum Tag der leeren Staatskasse sind die gesamten Staatseinnahmen heuer bereits am 30. November verbraucht. Danach finanziert sich der Staat mehr als einen Monat lang ausschließlich mit Schulden, das sind rund 25 Milliarden Euro.
Agenda Austria-Ökonom Dénes Kucsera erklärt, dass selbst die optimistischeren Zahlen „nur wenige Tage später, am 2. Dezember, aufgebraucht“ wären. Ein Blick auf die vergangenen zwei Jahrzehnte zeigt: Nur in akuten Krisenjahren war die Situation noch schlechter. Heute hingegen seien die Finanzen „strukturell in erheblicher Schieflage“, so Kucsera. Deshalb werde sich die Lage bis Ende der 2020er-Jahre „nur leicht entspannen.”
International steht Österreich damit schlecht da: Länder wie Ungarn, Belgien oder Frankreich rutschen noch früher ins Minus, Rumänien bereits am 23. Oktober. Doch Skandinavien zeigt, wie es besser geht.
Dänemark etwa kommt mit den Einnahmen bis 18. Jänner des Folgejahres aus. Entscheidend dafür: rechtzeitige Reformen. Kucsera betont, dass Dänemark „auf die Kostenprobleme, die die Alterung der Gesellschaft mit sich bringe, frühzeitig reagiert“ habe – inklusive Reform des Pensionssystems, das dort zuletzt auf ein Antrittsalter von 70 Jahren angehoben wurde. Zusätzlich wächst die dänische Wirtschaft deutlich stärker als die österreichische.
Auch Schweden liefert ein Vorbild. Dort sorgt eine gesetzliche Ausgabenbremse dafür, dass „die Ausgaben nicht stärker steigen dürfen als die Einnahmen“. Eine solche Regel fordert die Agenda Austria seit Jahren, politisch bleibt sie in Österreich weiterhin tabu.
Niemand sollte sich wundern, dass es in Österreich steigenden Wohnungsmangel gibt.
Einkommen österreichischer Pensionisten im EU-Vergleich mit Erwerbstätigen
Irgendwann schlage die Mathematik die Ideologie, sagte AMS-Chef Johannes Kopf zuletzt in der ORF-„Pressestunde“ und sprach sich für ein höheres Pensionsantrittsalter aus.
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Bruttoschulden des Gesamtstaats, in Prozent des BIP
Zweimal im vergangenen Jahrhundert schossen die Staatsschulden der Industrieländer nach oben: im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. 1946 lagen sie bei 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. Heute sind es rund 113 Prozent.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
Lernen Sie uns kennenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen