Vertrauen muss man sich verdienen. Die aktuellen OECD-Zahlen zeigen, dass genau daran die Politik in Österreich scheitert: Nur 21 Prozent der Bevölkerung vertrauen den politischen Parteien, und nicht einmal ein Drittel der Bundesregierung. Länder wie die Schweiz oder Luxemburg erreichen hingegen Vertrauenswerte von mehr als 50 Prozent.
Vertrauen entsteht durch Verlässlichkeit. Wer vor einer Wahl niedrigere Steuern, weniger Abgaben und Reformen verspricht, muss sich nach der Wahl daran messen lassen. Werden stattdessen neue Belastungen beschlossen oder notwendige Reformen aufgeschoben, leidet die Glaubwürdigkeit der Politik.
Dass Polizei, Gerichte und der öffentliche Dienst deutlich mehr Vertrauen genießen als Parteien oder Regierung, zeigt: Das Problem ist nicht der Staat, sondern die Politik. Wer das Vertrauen der Bürger zurückgewinnen will, muss Zusagen einhalten und wieder berechenbare Politik machen.
Die Grafik zeigt das Vertrauen der erwachsenen Bevölkerung in die jeweilige nationale Regierung für 24 europäische Länder im Jahr 2025, basierend auf OECD-Daten.
Dargestellt wird jeweils der Anteil in Prozent, aufgeteilt in vier Kategorien: hohes oder mäßig hohes Vertrauen (beige), neutral (hellgrün/mint), geringes oder kein Vertrauen (dunkelblau) sowie weiß nicht (grau). Die Balken sind gestapelt und reichen jeweils annähernd bis 100 %.
Die Länder sind von links nach rechts nach abnehmendem Anteil an hohem/mäßig hohem Vertrauen sortiert — von der Schweiz mit dem höchsten Vertrauenswert bis Bulgarien mit dem niedrigsten. Österreich befindet sich im rechten Drittel der Rangliste, mit einem Anteil an hohem oder mäßig hohem Vertrauen von unter 30 %.
Die Datenbasis ist eine OECD-Umfrage, bei der die Befragten auf einer Skala von 0 bis 10 angaben, wie sehr sie ihrer nationalen Regierung vertrauen. Antworten von 0–4 wurden als „geringes oder kein Vertrauen”, der Wert 5 als „neutral” und Werte von 6–10 als „hohes oder mäßig hohes Vertrauen” zusammengefasst.
Niemand sollte sich wundern, dass es in Österreich steigenden Wohnungsmangel gibt.
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Index (2015 = 100), je geleisteter Arbeitsstunde, bis 2026.
Die Löhne sind seit 2019 kräftig gestiegen - auch wenn man die starke Inflation berücksichtigt.
Durchschnittliche monatliche Haushaltsausgaben nach Ausgabengruppen, 2019/20 und 2024/25
Der gesamte Konsum der Haushalte verändert sich seit Jahren real kaum - ein Symptom der wirtschaftlichen Stagnation, die wir in Österreich seit 2019 erleben.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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