Eine Frage muss sich die Bundesregierung stellen: Wer soll in Zukunft bauen, wenn der Anreiz für den privaten Wohnbau durch die Mietpreisbremse genommen wird?
Die öffentliche Hand wohl kaum. Sie sitzt auf einem Schuldenberg, denn schon heute reichen die Einnahmen nicht mehr für Sanierungen, Betrieb und Instandhaltung.
Nun droht auch der restliche Markt unter die Räder zu kommen. „Wohnungen wachsen nicht aus Prinzip. Sie entstehen dort, wo man sie bauen darf – und wo sich Bauen lohnt“, sagt Ökonom Jan Kluge. „Ein transparentes Vergleichsmietensystem würde die Interventionsspirale endlich durchbrechen – und den Wohnbau wieder in Schwung bringen.”
Wie man den Wohnungsmarkt wieder sanieren könnte, lesen Sie in unserer Publikation „Wie Österreich seinen Wohnungsmarkt seit 1917 ruiniert”
Österreich zählt im europäischen Vergleich weiter zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern. Während viele EU-Staaten ihr reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seit 2019 deutlich steigern konnten, zeigt sich für Österreich im Zeitraum 2019 bis 2027 eine hartnäckige Stagnation.
Durch die gesellschaftliche Debatte wird oft der Eindruck vermittelt, dass die Wohnkosten für immer mehr Menschen untragbar werden. Die Daten zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild.
Die Einnahmen aus den wichtigsten Steuern gehen in Österreich trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiterhin steil nach oben.
Die österreichische Staatsquote ist traditionell sogar noch höher als die argentinische.
Argentinien spart, Österreich tut nur so.
In keinem anderen EU-Land diesseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs gehört ein so hoher Anteil der Wirtschaft der öffentlichen Hand wie in Österreich.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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