Ein neues Lohntransparenzgesetz soll für mehr Fairness sorgen – produziert aber vor allem mehr Bürokratie. Der administrative Aufwand für Unternehmen wächst weiter, ohne dass damit die eigentlichen Ursachen des Gender Pay Gap adressiert werden.
Der größte Teil der Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen (– besser bekannt als Gender Pay Gap) entsteht nicht durch Diskriminierung, sondern durch unterschiedliche Berufswahl, Arbeitszeiten oder Branchen. Die Richtlinie setzt jedoch genau dort an, wo der unerklärte Rest der Lohnlücke liegt – und überzieht Unternehmen dafür mit neuen Berichtspflichten.
„Die Berufswahl von Frauen ist beim Gender Pay Gap die viel entscheidendere Größe“, sagt Ökonomin Carmen Treml. „Warum sich die Politik ständig auf den kleinen Teil der nicht erklärbaren Lohnlücke konzentriert und damit jede Menge negative Nebenwirkungen erzeugt, bleibt ein Rätsel.“
Genau solche Beispiele zeigen, wie Regulierung gut gemeint sein kann, aber in der Praxis vor allem eines produziert: noch mehr Papierkram für Unternehmen. Den Gender Pay Gap wird dieses Vorhaben wohl kaum schließen.
Im Auftrag des BMF wird alle drei Jahre eine Langfristprognose zum Budget erstellt. Ziel ist es, einen Ausblick über die zukünftigen Finanzen zu bekommen, sollte die Politik keine Reformen auf den Weg bringen.
Wenn beim Staat gespart werden soll, wird gern argumentiert, dass damit an der Zukunft gespart würde. Bildung, Gesundheit, Infrastruktur wären alles wichtige Finanzierungsaufgaben.
Nicht nur die Höhe der Staatsausgaben ist bei der Konsolidierung entscheidend, sondern auch wofür das Geld verwendet wird.
Wer auch immer bei Gesundheit, Arbeitsmarkt oder Pensionen konsolidieren will, dem wird sofort das kaltherzige Kaputtsparen des Sozialstaats vorgeworfen.
Der Staat spart mit allen Maßnahmen 2026 knapp acht Milliarden Euro gegenüber einer Welt, wo sich die Politik der Vorgänger einfach fortgesetzt hätte.
Die Bürger lassen sich nur entlasten, wenn der Staat die Ausgaben in den Griff bekommt und die Abgaben senkt.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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