Für den Staat zu arbeiten, lohnt sich. Während die Beamten mit über 82.000 Euro brutto im Jahr weiterhin den höchsten Durchschnittslohn beziehen, legten die Vertragsbediensteten seit 2007 am stärksten zu (fast 89 Prozent).
Der Staat hat längst die Lohnführerschaft übernommen. Das ist gefährlich, weil wir damit Druck auf die Privatwirtschaft erzeugen, die sich dann nach und nach aus den Märkten preist. Das gefährdet unseren Wohlstand und letztlich auch jenen der öffentlich Bediensteten, deren Löhne ja in der Privatwirtschaft verdient werden müssen.
In der Privatwirtschaft können die Löhne nur steigen, wenn die Produktivität es zulässt. Dieser Zusammenhang fehlt im Staatssektor völlig. Das heißt aber nicht, dass die Personalkosten der öffentlichen Hand dauerhaft schneller wachsen können als die wirtschaftliche Basis, aus der sie finanzieren werden müssen. Jeder Lohnabschluss erhöht zudem die langfristigen Verpflichtungen der öffentlichen Hand bei den späteren Pensionen. „Diese Dynamik belastet das Budget dauerhaft“, sagt Agenda Austria-Ökonom Dénes Kucsera. Die Diskussion über neue Steuern ist vor diesem Hintergrund fehl am Platz, weil Österreich bereits zu den Hochsteuerländern Europas zählt. Kucsera: „Nur wenn die Balance zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft gewahrt bleibt, bleibt der Standort attraktiv, sind Innovationen möglich und der Wohlstand ist gesichert“.
Niemand sollte sich wundern, dass es in Österreich steigenden Wohnungsmangel gibt.
Einkommen österreichischer Pensionisten im EU-Vergleich mit Erwerbstätigen
Irgendwann schlage die Mathematik die Ideologie, sagte AMS-Chef Johannes Kopf zuletzt in der ORF-„Pressestunde“ und sprach sich für ein höheres Pensionsantrittsalter aus.
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Bruttoschulden des Gesamtstaats, in Prozent des BIP
Zweimal im vergangenen Jahrhundert schossen die Staatsschulden der Industrieländer nach oben: im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. 1946 lagen sie bei 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. Heute sind es rund 113 Prozent.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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