Es gibt keinen “easy fix” für den Österreich-Aufschlag. Der Verdacht liegt nahe, dass eine Kombination aus hoher Filialdichte und Arbeitskosten sowie territorialen Restriktionen für die höheren Lebensmittelpreise verantwortlich ist.
Die geringe Wettbewerbsintensität trägt sicher auch ihren Teil zu den höheren Preisen bei, ist allerdings kein österreichisches Alleinstellungsmerkmal. Denn in den meisten europäischen Ländern (inkl. Deutschland) teilen sich drei bis vier Big Player den Markt.
“Den Österreich-Aufschlag beseitigen zu wollen, ist schön und gut. Doch die Forderung von Bundeskanzler Christian Stocker ist reichlich unterkomplex”, sagt Ökonom Jan Kluge. “Es geht darum, komplizierte Regeln im europäischen Binnenmarkt zu überarbeiten.”
Zusammengefasst: Für den Österreich-Aufschlag gibt es keine schnelle oder gar einfache Lösung. Kluge: “Mal eben bei der EU-Kommission anzurufen und mit einem Beitragsrabatt zu drohen, grenzt an Populismus.”
Jahrelang profitierte Österreich von der Niedrigzinsphase. Trotz rasant steigender Staatsschulden blieben die Kosten für deren Finanzierung überschaubar. Doch diese Zeit ist vorbei.
Wird diesmal tatsächlich ausgabenseitig konsolidiert? Nein. Die Ausgaben steigen weiter fröhlich an.
Das Doppelbudget 2027/28 sollte Österreich eigentlich wieder auf einen stabilen Budgetpfad bringen. Die Wirklichkeit sieht anders aus.
Dass der Staat seine Budgetprobleme primär auf der Ausgabenseite lösen muss, liegt auf der Hand.
Die Diskussion rund um die Kürzungen der Universitätsbudgets ab 2028 sorgt derzeit für große Aufregung. Dabei wird jedoch oft übersehen, dass das aktuelle Budget für die Jahre 2025 bis 2027 bereits deutlich erhöht wurde.
Österreich zählt im europäischen Vergleich weiter zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern. Während viele EU-Staaten ihr reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seit 2019 deutlich steigern konnten, zeigt sich für Österreich im Zeitraum 2019 bis 2027 eine hartnäckige Stagnation.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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