Unselbstständig Erwerbstätige haben in Österreich finanziell wenig Spielraum, weil der Staat einen Großteil ihrer Einkommen durch Steuern und Abgaben abstaubt.
Laut Statistik Austria gehört man ab rund ab 57.000 Euro brutto pro Jahr zum einkommensstärksten Viertel der Arbeitnehmer. Unsere Berechnungen zeigen, dass diese Gruppe der Arbeitnehmer bereits für mehr als drei Viertel der von Arbeitnehmern gezahlten Lohnsteuer aufkommt. Wer rund 82.000 Euro brutto verdient, zählt zu den Top-10-Prozent. Diese leisten mehr als die Hälfte der von Arbeitnehmern gezahlten Lohnsteuer.
Österreich zählt schon heute zu den EU-Ländern mit der höchsten Steuer- und Abgabenlast, dennoch reden wir dauernd über zusätzliche Steuereinnahmen. „Wir haben kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. Neue Steuern sind der falsche Weg. Nötig ist eine spürbare Senkung bestehender Abgaben, vor allem auf Arbeit“, sagt Ökonom Dénes Kucsera. Nur so haben die Menschen die Möglichkeit, sich selbst Vermögen aufzubauen. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Regierung endlich die ausufernden Staatsausgaben unter Kontrolle bringt. Das ist die Voraussetzung für eine flächendeckende Entlastung: „Seit Jahren werden fast ausschließlich niedrige Einkommen entlastet, mit dem Ergebnis, dass Teilzeit immer attraktiver wird.“ Gerade mittlere Einkommen würden im aktuellen System am stärksten belastet, hier steige die Abgabenquote besonders steil an. „Das ist leistungsfeindlich und kurzsichtig“, so Kucsera.
Anteil der 15- bis 29-Jährigen, die weder erwerbstätig noch in Aus- oder Weiterbildung sind, in Prozent
Lange stand Österreich hier deutlich besser da als der Rest der EU.
Ausgaben für Bildungseinrichtungen nach Bildungsstufe, in Prozent des BIP, im Jahr 2023
Während wir bei den Hochschulen fast an der europäischen Spitze liegen, geben wir für frühkindliche Bildung weniger aus, als die meisten EU-Länder. Dabei entscheidet sich genau in den ersten Jahren, ob Kinder später mithalten können. Wir sparen dort, wo jeder Euro am meisten bewirken würde und sind dort großzügig, wo mithilfe von Studieng
Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich
1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.
Einen flächendeckenden Lehrermangel gibt es in Österreich nicht, auch wenn das gern behauptet wird, meint unsere Ökonomin Carmen Treml. Nur rund ein Prozent der Lehrerstellen ist unbesetzt. Der Anteil nicht voll ausgebildeter Lehrkräfte liegt mit 6,7 Prozent klar unter dem OECD-Schnitt von 9,1 Prozent. Wir haben kein Mengenproblem, sondern Engp
Zinssätze in Österreich, in Prozent
Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.
Vor zwanzig Jahren war nur jeder vierte Krankenstand in Österreich nach spätestens drei Tagen vorbei. Mittlerweile trifft das auf fast jeden zweiten Fall zu.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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