Unselbstständig Erwerbstätige haben in Österreich finanziell wenig Spielraum, weil der Staat einen Großteil ihrer Einkommen durch Steuern und Abgaben abstaubt.
Laut Statistik Austria gehört man ab rund ab 57.000 Euro brutto pro Jahr zum einkommensstärksten Viertel der Arbeitnehmer. Unsere Berechnungen zeigen, dass diese Gruppe der Arbeitnehmer bereits für mehr als drei Viertel der von Arbeitnehmern gezahlten Lohnsteuer aufkommt. Wer rund 82.000 Euro brutto verdient, zählt zu den Top-10-Prozent. Diese leisten mehr als die Hälfte der von Arbeitnehmern gezahlten Lohnsteuer.
Österreich zählt schon heute zu den EU-Ländern mit der höchsten Steuer- und Abgabenlast, dennoch reden wir dauernd über zusätzliche Steuereinnahmen. „Wir haben kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. Neue Steuern sind der falsche Weg. Nötig ist eine spürbare Senkung bestehender Abgaben, vor allem auf Arbeit“, sagt Ökonom Dénes Kucsera. Nur so haben die Menschen die Möglichkeit, sich selbst Vermögen aufzubauen. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Regierung endlich die ausufernden Staatsausgaben unter Kontrolle bringt. Das ist die Voraussetzung für eine flächendeckende Entlastung: „Seit Jahren werden fast ausschließlich niedrige Einkommen entlastet, mit dem Ergebnis, dass Teilzeit immer attraktiver wird.“ Gerade mittlere Einkommen würden im aktuellen System am stärksten belastet, hier steige die Abgabenquote besonders steil an. „Das ist leistungsfeindlich und kurzsichtig“, so Kucsera.
Entwicklung der Sozialausgaben, in Prozent des BIP
Die Sozialquote ist zur Hälfte eine Pensionsquote.
Sozialleistungsausgaben, in Prozent des BIP
Jeder dritte Euro, der in Österreich erwirtschaftet wird, fließt mittlerweile in Sozialleistungsausgaben.
Auszahlungen des Bundes in Prozent der Einnahmen
Der deutsche Kanzlerwechsel weckte speziell in Österreich die Hoffnung, dass Europas Konjunkturmotor bald wieder anspringt. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer beschwor die Chance der deutschen Investitionen für die heimische Wirtschaft. Vom erhofften Wachstum ist derweilen wenig zu sehen.
Anzahl der Frauen über 60 Jahre in Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Schulung, bis Juni 2026
Der SPÖ-nahe Pensionistenverband warnt wieder einmal vor der Massenarbeitslosigkeit, die Österreich droht, wenn das Pensionsantrittsalter angehoben wird.
Einnahmen von Jänner bis Juni des jeweiligen Jahres (in Milliarden Euro) und die prozentuelle Veränderung zwischen 2019 und 2026
Im Finanzministerium hatte man im ersten Halbjahr wieder gute Laune.
Zusätzlich erforderliches nominales Wachstum zur Stabilisierung der Schuldenquote, in Prozent
Österreichs Staatsschulden sind auf mehr als 430 Milliarden Euro angewachsen, die Schuldenquote dürfte laut Fiskalrat bis 2030 auf einen Rekordwert von 88 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Um diesen Anstieg der Schuldenquote allein durch Wirtschaftswachstum zu verhindern, müsste die Wirtschaftsleistung deutlich stärker zulegen als derz
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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