Die Einnahmen der Arbeiterkammer kennen derzeit nur eine Richtung: nach oben. Seit 2016 sind die Einnahmen der AK von knapp 480 Millionen auf rund 730 Millionen Euro gestiegen. Den größten Anteil macht die Kammerumlage aus – also die Pflichtbeiträge der Arbeitnehmer. Die Einnahmen wachsen Jahr für Jahr.
Das Ergebnis: Der finanzielle Spielraum der Arbeiterkammer wird immer größer.
Das wirft eine grundsätzliche Frage auf:
Wenn eine Institution über verpflichtende Beiträge finanziert wird und ihre Einnahmen automatisch mit Beschäftigung, Löhnen und der Höchstbeitragsgrundlage wachsen – wann profitieren eigentlich die Beitragszahler von diesem Wachstum?
In jedem privaten Unternehmen würde man erwarten, dass Produktivitätsgewinne oder steigende Einnahmen irgendwann an die Kunden weitergegeben werden – durch niedrigere Preise oder bessere Leistungen. Bei der AK passiert das Gegenteil: Die Beitragseinnahmen steigen kontinuierlich, eine Senkung der Umlage ist jedoch nicht in Aussicht. Unmöglich wäre das nicht; die Wirtschaftskammer hat das unlängst vorgemacht, als sie ihre Umlage gesenkt hat.
Braucht eine Pflichtvertretung, deren Budget innerhalb weniger Jahre um hunderte Millionen Euro wächst, wirklich unverändert hohe Zwangsbeiträge?
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Einnahmen und Personalausgaben der Arbeiterkammer von 2016 bis 2025. Dargestellt sind die Einnahmen aus der Kammerumlage sowie die sonstigen Erträge oberhalb der Nulllinie und die Personalausgaben unterhalb der Nulllinie, jeweils in Millionen Euro.
Im dargestellten Zeitraum steigen die Einnahmen aus der Kammerumlage nahezu kontinuierlich an. Auch die sonstigen Erträge nehmen leicht zu. Parallel dazu wachsen die Personalausgaben, allerdings auf einem niedrigeren Niveau als die Gesamteinnahmen. Quelle der dargestellten Daten ist die Arbeiterkammer.
Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich
1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.
Zinssätze in Österreich, in Prozent
Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.
Pensionsjahre insgesamt und in guter Gesundheit, 1978 und heute, in Jahren
Wer 1978 in Österreich seinen 65. Geburtstag feierte, hatte im Schnitt knapp 14,5 Jahre Pension vor sich, knapp vier Jahre davon in guter oder sehr guter Gesundheit.
Wirtschaftsklassen. mit den größten Beschäftigtenveränderungen zwischen April 2025 und April 2026
Wen überrascht es: Das stärkste Jobwachstum gibt es im staatlichen Bereich.
reale Unternehmensinvestitionen, Index (2019 = 100)
Die Pandemie ist lange vorbei, die heimische Investitionsschwäche nicht. Real investieren Österreichs Unternehmen heuer um sechs Prozent weniger als 2019. In den USA liegen die Investitionen um 26 Prozent über dem Vorkrisenniveau, in Italien um 29 Prozent, im Vereinigten Königreich um 11 Prozent. Selbst die EU hat den Rückstand aufgeholt. Schw
PISA-Punkte 2025, Mittel aus Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften
Zugewanderte Schüler schneiden bei PISA 2025 in Österreich im Schnitt um 58 Punkte schlechter ab als ihre österreichischen Mitschüler. Umgerechnet in österreichische Lernjahre sind das 2,5 Schuljahre Rückstand.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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