Die Einnahmen der Arbeiterkammer kennen derzeit nur eine Richtung: nach oben. Seit 2016 sind die Einnahmen der AK von knapp 480 Millionen auf rund 730 Millionen Euro gestiegen. Den größten Anteil macht die Kammerumlage aus – also die Pflichtbeiträge der Arbeitnehmer. Die Einnahmen wachsen Jahr für Jahr.
Das Ergebnis: Der finanzielle Spielraum der Arbeiterkammer wird immer größer.
Das wirft eine grundsätzliche Frage auf:
Wenn eine Institution über verpflichtende Beiträge finanziert wird und ihre Einnahmen automatisch mit Beschäftigung, Löhnen und der Höchstbeitragsgrundlage wachsen – wann profitieren eigentlich die Beitragszahler von diesem Wachstum?
In jedem privaten Unternehmen würde man erwarten, dass Produktivitätsgewinne oder steigende Einnahmen irgendwann an die Kunden weitergegeben werden – durch niedrigere Preise oder bessere Leistungen. Bei der AK passiert das Gegenteil: Die Beitragseinnahmen steigen kontinuierlich, eine Senkung der Umlage ist jedoch nicht in Aussicht. Unmöglich wäre das nicht; die Wirtschaftskammer hat das unlängst vorgemacht, als sie ihre Umlage gesenkt hat.
Braucht eine Pflichtvertretung, deren Budget innerhalb weniger Jahre um hunderte Millionen Euro wächst, wirklich unverändert hohe Zwangsbeiträge?
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Einnahmen und Personalausgaben der Arbeiterkammer von 2016 bis 2025. Dargestellt sind die Einnahmen aus der Kammerumlage sowie die sonstigen Erträge oberhalb der Nulllinie und die Personalausgaben unterhalb der Nulllinie, jeweils in Millionen Euro.
Im dargestellten Zeitraum steigen die Einnahmen aus der Kammerumlage nahezu kontinuierlich an. Auch die sonstigen Erträge nehmen leicht zu. Parallel dazu wachsen die Personalausgaben, allerdings auf einem niedrigeren Niveau als die Gesamteinnahmen. Quelle der dargestellten Daten ist die Arbeiterkammer.
Österreich im unteren Drittel: Nur knapp drei von zehn Erwachsenen vertrauen der eigenen Regierung – weniger als in den meisten EU-Ländern.
Vertrauen muss man sich verdienen. Die aktuellen OECD-Zahlen zeigen, dass genau daran die Politik in Österreich scheitert: Nur 21 Prozent der Bevölkerung vertrauen den politischen Parteien, und nicht einmal ein Drittel der Bundesregierung. Länder wie die Schweiz oder Luxemburg erreichen hingegen Vertrauenswerte von mehr als 50 Prozent.
Prognose des Bruttofinanzierungsbedarfs im Jahr 2036, in Prozent des BIP
Die Warnsignale für Österreichs Staatsfinanzen verdichten sich.
Anzahl der erstzugelassenen Studenten im jeweiligen Studienjahr
An Österreichs öffentlichen Universitäten hat sich das Verhältnis gedreht: Seit dem Studienjahr 2021/22 werden mehr ausländische als österreichische Studierende erstzugelassen – und der Abstand wächst jedes Jahr.
Anzahl der Arztbesuche pro Kopf, Vergleich europäischer Länder, im Jahr 2023
Ist Österreich das kränkste Land Europas? Könnte man meinen, wenn man sich ansieht, wie oft hierzulande der Arzt aufgesucht wird - nämlich öfter als überall sonst in Europa.
Anteil des Staatskonsums an der Wirtschaftsleistung, in Prozent von 1995 bis 2027, in Östereich
Österreich stemmt sich gegen die Flaute. Seit Jahren versucht der Staat, die weggebrochenen privaten Investitionen durch öffentliche zu ersetzen (allerdings ohne Erfolg).
Die österreichischen Tariflöhne sind jenen der Eurozone in den vergangenen Jahren rasant davongezogen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
Lernen Sie uns kennenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen