Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) würde die kalte Progression gerne mit 2023 abschaffen. So soll eine Arbeitsgruppe im Finanzministerium bis zum Sommer Vorschläge ausarbeiten, wie die kalte Progression zu eliminieren wäre. Aufgrund der hohen Inflationsraten drängt die Zeit. Andere Länder machen vor, wie sich diese unfaire Belastung verhindern lässt. Die Modelle in der Schweiz und in Schweden garantieren eine vollständige Kompensation, wie Berechnungen der Agenda Austria ergeben. Besonders einfach ist dabei das Schweizer Modell: Die Tarifstufen sowie Frei- und Absetzbeträge werden automatisch jedes Jahr an die Inflation angepasst.
Scheitert das Vorhaben die kalte Progression abzuschaffen, wird das den Steuerzahler teuer kommen. Bis 2025 wird die versteckte Zusatzbesteuerung auf über zehn Milliarden Euro steigen. Wie Österreich die kalte Progression loswerden kann und welche Länder als Vorbilder dienen können, beleuchtet die Agenda Austria in ihrer neuesten Studie. Bemerkenswert ist die Debatte über die soziale Ausgewogenheit: „Die Abschaffung der kalten Progression ist ja keine Entlastung, sondern das Abstellen einer geheimen Steuererhöhung“, so Agenda Austria-Leiter Franz Schellhorn. Um die hohe Belastung des Faktors Arbeit nicht noch weiter steigen zu lassen, plädieren wir von der Agenda Austria für eine Anpassung des Steuersystems nach Schweizer Vorbild.
Zinssätze in Österreich, in Prozent
Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.
Pensionsjahre insgesamt und in guter Gesundheit, 1978 und heute, in Jahren
Wer 1978 in Österreich seinen 65. Geburtstag feierte, hatte im Schnitt knapp 14,5 Jahre Pension vor sich, knapp vier Jahre davon in guter oder sehr guter Gesundheit.
Sechs Prozentpunkte teurer als der Euroraum – trotz jahrelanger Preisbremsen.
Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Preiseingriffen versucht, die Teuerung zu dämpfen. Von Preisbremsen bis hin zu Eingriffen in einzelne Märkte.
Entwicklung von Bruttolöhnen und Produktivität je geleisteter Arbeitsstunde von 2015-2026, in Österreich
Österreichs Löhne sind in den vergangenen zehn Jahren deutlich stärker gestiegen als die Produktivität. Seit 2015 haben sich die Bruttolöhne je geleisteter Arbeitsstunde um knapp 50 Prozent erhöht, wie unsere Grafik zeigt.
Auszahlungen des Bundes in Prozent der Einnahmen
Der deutsche Kanzlerwechsel weckte speziell in Österreich die Hoffnung, dass Europas Konjunkturmotor bald wieder anspringt. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer beschwor die Chance der deutschen Investitionen für die heimische Wirtschaft. Vom erhofften Wachstum ist derweilen wenig zu sehen.
Anzahl der Frauen über 60 Jahre in Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Schulung, bis Juni 2026
Der SPÖ-nahe Pensionistenverband warnt wieder einmal vor der Massenarbeitslosigkeit, die Österreich droht, wenn das Pensionsantrittsalter angehoben wird.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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