Armut & Verteilung

Zu viele Österreicher haben kein Vermögen

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Pünktlich zu Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos veröffentlicht die Nichtregierungsorganisation Oxfam alljährlich ihre Studie über Wohlstand und Armut in der Welt. Der Tenor ist stets derselbe: Die Armen werden ärmer, die Reichen reicher.

Aber die Diagnose steht auf äußerst schwachen Beinen: „Anstatt aufzuklären, zeichnet Oxfam bewusst ein falsches Bild von den Zuständen der Welt, die keineswegs immer ungerechter und schlechter wird. Es gibt viele Anzeichen für Verbesserungen in den vergangenen Jahrzehnten. So schaffen jeden Tag 72.000 Menschen den Sprung aus der extremen Armut“, sagt Hanno Lorenz, Ökonom der Agenda Austria.

Das soll nicht heißen, dass wir kein Verteilungsproblem hätten. Es stellt sich nur gänzlich anders da, als Oxfam uns das erzählen will. Statt sich über den Reichtum einiger weniger zu beschweren, sollten wir uns auf den Vermögensaufbau der ärmeren Menschen fokussieren. Zu den weltweit vermögensärmsten zehn Prozent gehören mehr Österreicher als Chinesen. Knapp 23 Prozent der Erwachsenen verfügen hierzulande über weniger als 10.000 US-Dollar an Nettovermögen. In Spanien (17 Prozent) oder Italien (sechs Prozent) ist dieser Anteil viel kleiner.

Was steckt dahinter? Österreich hat trotz des hohen Lebensstandards eine geringe Eigentümerquote bei Immobilien. Nur rund die Hälfte wohnt im Eigentum. In Italien sind es 72 Prozent, in der Slowakei sogar 90 Prozent. Andererseits verfügen wir hierzulande auch über einen großen Sozialstaat. Das Vorsorgesparen von Vermögen fürs Alter ist weniger dringlich. Staatliche Pensionsansprüche werden aber nicht zum Vermögen hinzugezählt.

Mehr zur Berechnungsmethode von Oxfam finden Sie in unserer neuesten Analyse „Oxfam und das falsche Spiel mit der Armut“.

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Wir leben in der besten Welt aller Zeiten / 20.01.2020
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