Nichts ist für den Bürger so kostspielig wie einestaatliche Entlastung.
Die Sektkorken im Finanzministerium knallen. Das Defizit im Bundeshaushalt fällt mit „nur“ 14,4 Milliarden Euro geringer aus als befürchtet. Wer nun glaubt, der Staat habe den Gürtel enger geschnallt, irrt gewaltig. Der Erfolg fußt auf Zinseffekten und – Sie ahnen es – höheren Steuereinnahmen. Der Bürger hat das Budget saniert, nicht die Regierung. Von einer ausgabenseitigen Konsolidierung fehlt weiter jede Spur.
Die Ironie: Trotz höherer Steuereinnahmen redet die Politik unentwegt von Entlastungen. In Österreich bedeutet das aber meist: linke Tasche, rechte Tasche. Und nicht selten stehen am Ende alle schlechter da. Was uns heute großzügig gegeben wird, haben wir gestern schon doppelt eingezahlt – oder wir zahlen es morgen dreifach zurück. Denn nichts hält sich hierzulande so hartnäckig wie ein Provisorium, solange es dem Fiskus Geld bringt.
Erinnern wir uns an 2016: Die Lohnsteuersenkung wurde mit Erhöhungen der Grunderwerb- und Kapitalertragsteuer sowie einem „temporären“ Spitzensteuersatz für Millionäre gegenfinanziert. Die „vorübergehende Millionärssteuer“ feiert heuer ihr zehnjähriges Jubiläum. Entlastungen hingegen verpuffen oder laufen aus. Jüngstes Beispiel: Seit 2023 müssen die Einnahmen aus der kalten Progression refundiert werden. 2024 nutzte man einen Teil davon für eine Entlastung von Überstunden. Doch die ist heuer ausgelaufen! Die kalte Progression der letzten beiden Jahre wird also nicht dauerhaft und vollständig zurückerstattet.
Steuersenkungen sind in Österreich eben nur ein flüchtiger Gast, Steuererhöhungen hingegen Dauermieter. Wenn uns die Regierung nun bei Strom und Lebensmitteln helfen will, sollten wir uns gut anschnallen. Es könnte teuer werden.
(erstmals erschienen am 9.2.2026 in “Kleine Zeitung”)
Um sich einen Liter Benzin kaufen zu können, müssen insgesamt 3,34 Euro erwirtschaftet werden. Doch in das eigentliche Produkt fließt nur ein kleiner Teil: 85 Cent entfallen auf den Benzin-Nettopreis und 2,49 Euro bestehen aus Steuern und Abgaben.
Was für Autofahrer ein Schock ist, ist für den Staat ein gutes Geschäft. Fließt ein Liter Super für 1,70 Euro in den Tank, gehen etwa 48,2 Cent Mineralölsteuer, rund 12,5 Cent CO₂-Abgabe und rund 28 Cent Mehrwertsteuer an den Staat.
Der Weltfrauentag ist ein Tag, an dem österreichische Frauen laut auf ihre Benachteiligung hingewiesen werden. Deutlich leiser bleibt die Debatte darüber, wo Freiheit tatsächlich unter Druck gerät.
Der Angriff auf den Iran hat die europäischen Gaspreise kurzzeitig in die Höhe katapultiert – ein Schock, der aber nur von relativ kurzer Dauer sein könnte.
„Ich bin sehr froh darüber, dass die Berufsbezeichnung ‚brutaler Diktator‘ inzwischen etwas gefährlicher geworden ist.“
In weiten Teilen der Sozialdemokratie wächst die Überzeugung, die Höchstbeitragsgrundlage bei den Krankenkassen zu streichen. Die Idee hinter dem sperrigen Begriff: Wer mehr verdient, muss keine zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträge bezahlen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
Lernen Sie uns kennenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen