Schlagwort: Steuern

Arbeitsmarkt & Einkommen

Hauptgewinner der Lohnrunde ist der Staat

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Nur ein Teil der höheren Löhne kommt bei den Beschäftigten an. Der Großteil geht einmal mehr an den Staat, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt.

In der Nacht auf Sonntag einigten sich die Lohnverhandler in der Metallindustrie auf 3,55 Prozent mehr Lohn. Aber was bedeutet das konkret für die Beschäftigten? Ein durchschnittlicher vollzeitbeschäftigter Arbeiter in der Metallbranche verdiente 2021 laut Angaben des Fachverbands der Metalltechnischen Industrie 3.124 Euro brutto im Monat. Nach der beschlossenen Lohnerhöhung werden Arbeiter um 2,8 Prozent oder knapp 70 Euro mehr netto pro Monat auf dem Gehaltszettel sehen. Die Steuer- und Abgabenleistung wird sich dagegen um 4,4 Prozent oder knapp 100 Euro monatlich erhöhen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Angestellten: Deren Nettoentgelt steigt um 95 Euro, während der Staat 144 Euro monatlich mehr an Steuern und Abgaben kassiert.
 
„Es wiederholt sich jedes Jahr dasselbe Spiel: Gewerkschaften und Arbeitgeber liefern sich öffentlichkeitswirksam einen harten Kampf um die Löhne. Im abgedunkelten Hintergrund beobachtet der Staat das jährliche Feilschen mit einem Lächeln auf den Lippen. Bekommt er doch immer mehr als die Beschäftigten, egal wie hoch der Abschluss ausfällt“, meint Franz Schellhorn, Direktor der Agenda Austria. Wegen der schleichenden Steuererhöhung nimmt die Steuerbelastung auch für jene Lohnerhöhungen zu, die nur die Inflation abdecken, also die Kaufkraft der Löhne stabil halten. Der Grund dafür ist die kalte Progression. Wer also real nicht mehr verdient, zahlt trotzdem immer höhere Steuern. Derartiges wäre in der Schweiz oder in Schweden undenkbar. Dort wachsen die Beträge, ab denen die jeweiligen Steuersätze greifen, mit der Inflation mit. So wie sich das für zivilisierte Volkswirtschaften gehört.

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