Armut und Verteilung

Die Oxfam-Saga

Die Welt ist besser als viele denken. Warum Oxfam ein verzerrtes Bild zeigt und die Armen nicht unter dem Reichtum der Reichen leiden.

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Jährlich im Jänner findet im schweizerischen Davos das Weltwirtschaftsforum statt. Und wie jedes Jahr nutzt die Nichtregierungsorganisation (NGO) Oxfam diese Bühne und präsentiert einen Bericht zur Entwicklung von Armut und Reichtum in der Welt. In ihren Augen wird die Welt immer ungerechter: Eine ständig kleinere Zahl an Superreichen verfüge über mehr Vermögen als die ärmere Hälfte der globalen Bevölkerung. Oxfam ist ein Verbund von verschiedenen Hilfs- und Entwicklungsorganisationen auf internationaler Ebene. Mit Hilfsprojekten direkt vor Ort ist die NGO über die Entwicklungen auf der Welt bestens informiert.

Fakt ist: Es gibt immer noch viel zu viele Menschen, die am globalen Aufschwung nicht teilnehmen können. Die von Kriegen vertrieben oder Regierungen unterdrückt werden. Oxfams jährliche Kritik an der globalen Wohlstandsentwicklung zeichnet dennoch ein übertriebenes und verzerrtes Bild. Gerade für die Lebensumstände der ärmeren Menschen auf der Welt stellen die vergangenen Jahrzehnte einen eindeutigen Fortschritt dar. Einkommen, Versorgung, Gesundheit und Bildung haben sich deutlich verbessert. Doch schlechte Nachrichten verkaufen sich oft besser und regen zum Spenden an. Mehr als ein Viertel des eine Milliarde Euro umfassenden Budgets von Oxfam International setzte sich 2016/17 aus Spenden zusammen.

Wer aber die Welt auch in Zukunft weiter verbessern will, der darf die Erfolge der Vergangenheit nicht ignorieren.

Handlungsempfehlungen:

Je nach Entwicklungsstand des Landes gilt es unterschiedliche Ansätze zu verfolgen:

  • Frieden, Freiheit, Demokratie, frei von Korruption, und ein funktionierender Rechtsstaat sind Grundvoraussetzungen für Vermögensaufbau.
  • Darüber hinaus ist Bildung die Basis, um die Entwicklung der individuellen Talente zu ermöglichen.
  • Auch in Österreich muss das öffentliche Schulsystem so verbessert werden, dass jedes Kind die Möglichkeit hat, seine Talente und Stärken entsprechend zu entwickeln.
  • Die frühkindliche Bildung gehört hierzulande gestärkt. Ebenso müssen frühzeitig Maßnahmen gegen Sprachdefizite ergriffen werden.
  • Über einen Sozialindex sollten jene Schulen, deren Herausforderungen größer sind, mehr Geld bekommen. Mehr Autonomie ermöglicht es, die besten Maßnahmen im Interesse der Schüler zu treffen.
  • Eine Verlagerung der Anreize von Mietverhältnissen zu Wohnen im Eigentum würde die Vermögensbasis in der Gesellschaft verbreitern und die Ungleichheit senken.
  • Steuerliche Belastungen sollten gesenkt und zusätzliche Anreize für Vermögensaufbau, wie Mitarbeiterbeteiligungen an Unternehmen oder eine private Altersvorsorge, gestärkt werden.



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© 2019 Agenda Austria
Die Oxfam-Saga / 21.01.2019
https://www.agenda-austria.at/publikationen/die-oxfam-saga/

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