Was den Sparern in Österreich lange zu schaffen machte, war ein Segen für den Finanzminister.
Dank der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank konnten fleißig neue Schulden gemacht werden, die Kosten dafür sanken sogar. So hat der Staat jedes Jahr Geld eingespart, ohne zu sparen – und verteilte fleißig neue Wohltaten. Doch mit der Rückkehr der Inflation und den steigenden Zinsen kommt der neue Finanzminister ins Schwitzen. Denn jetzt kosten die Schulden, die damals zum Nulltarif aufgenommen wurden, plötzlich Milliarden. Statt Wohltaten bleibt nur Sparprogramm.
Zusätzlich erforderliches nominales Wachstum zur Stabilisierung der Schuldenquote, in Prozent
Österreichs Staatsschulden sind auf mehr als 430 Milliarden Euro angewachsen, die Schuldenquote dürfte laut Fiskalrat bis 2030 auf einen Rekordwert von 88 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Um diesen Anstieg der Schuldenquote allein durch Wirtschaftswachstum zu verhindern, müsste die Wirtschaftsleistung deutlich stärker zulegen als derz
Schuldenquote, im ersten Quartal 2026
Österreichs Schuldenstand hat den EU-Schnitt überholt. Wenn wir so weitermachen, werden wir auch bald zu den überdurchschnittlich hoch verschuldeten Euro-Ländern gehören.
Veränderung der Bundeseinnahmen sowie ausgewählter Ausgabenpositionen gegenüber 2025, in Milliarden
Über die nächsten Jahre sollen die Staatseinnahmen kräftig steigen. Klar, das Doppelbudget wird die Konsolidierung, anders als behauptet, ja auch vor allem auf der Einnahmenseite bemühen.
Steuermehrbelastung durch fehlende Drittel-Kompensation der kalten Progression, in Milliarden Euro
Die kalte Progression ist zurück. Seit sie 2023 teilweise abgeschafft wurde - die Agenda Austria hatte jahrelang darauf gepocht - werden zwei Drittel der versteckten Steuererhöhung automatisch abgegolten. Über das letzte Drittel verfügt die Politik, bisher wurde auch dieses über Anpassungen von Tarifstufen und Absetzbeträgen sowie andere steu
Anteil des Staatskonsums an der Wirtschaftsleistung, in Prozent von 1995 bis 2027, in Östereich
Österreich stemmt sich gegen die Flaute. Seit Jahren versucht der Staat, die weggebrochenen privaten Investitionen durch öffentliche zu ersetzen (allerdings ohne Erfolg).
Jahrelang profitierte Österreich von der Niedrigzinsphase. Trotz rasant steigender Staatsschulden blieben die Kosten für deren Finanzierung überschaubar. Doch diese Zeit ist vorbei.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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