Was den Sparern in Österreich lange zu schaffen machte, war ein Segen für den Finanzminister.
Dank der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank konnten fleißig neue Schulden gemacht werden, die Kosten dafür sanken sogar. So hat der Staat jedes Jahr Geld eingespart, ohne zu sparen – und verteilte fleißig neue Wohltaten. Doch mit der Rückkehr der Inflation und den steigenden Zinsen kommt der neue Finanzminister ins Schwitzen. Denn jetzt kosten die Schulden, die damals zum Nulltarif aufgenommen wurden, plötzlich Milliarden. Statt Wohltaten bleibt nur Sparprogramm.
Zinssätze in Österreich, in Prozent
Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.
2.800 Euro pro Kopf. So viel zahlt jeder Erwerbstätige in Österreich 2029 allein an Zinsen für die Staatsschulden. Insgesamt wird der Staat 2029 12,6 Milliarden Euro an Zinsen zahlen.
Die alte Bildungskarenz wurde dafür nicht repariert. Sie wurde eingestellt, ein neues Modell kam an ihre Stelle.
Entwicklung der Sozialausgaben, in Prozent des BIP
Die Sozialquote ist zur Hälfte eine Pensionsquote.
Sozialleistungsausgaben, in Prozent des BIP
Jeder dritte Euro, der in Österreich erwirtschaftet wird, fließt mittlerweile in Sozialleistungsausgaben.
Auszahlungen des Bundes in Prozent der Einnahmen
Der deutsche Kanzlerwechsel weckte speziell in Österreich die Hoffnung, dass Europas Konjunkturmotor bald wieder anspringt. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer beschwor die Chance der deutschen Investitionen für die heimische Wirtschaft. Vom erhofften Wachstum ist derweilen wenig zu sehen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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