Die Konjunkturaussichten sind mal wieder schlechter als gedacht. Nun rufen führende Ökonomen zur Lohnzurückhaltung auf.
Doch während sich dieselben Ökonomen bis vor wenigen Monaten noch um den Konsum und die Kaufkraft sorgten, waren wir es von der Agenda Austria, die schon lange auf die davongaloppierenden Löhne hingewiesen haben. Die Summe der österreichischen Arbeitnehmerentgelte ist seit 2021 um über ein Viertel gestiegen; die Gewinne sinken dagegen und liegen nicht einmal nominal über dem Niveau von 2021, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt.
Die Forderung nach einer stärkeren Beteiligung der Privathaushalte im Kampf gegen die Rezession ist daher alles andere als abwegig. Die Unternehmen tragen ihren Teil längst bei. „Der Anteil der Betriebsüberschüsse an der Wirtschaftsleistung ist seit Jahren im freien Fall. Währenddessen sparen die Haushalte inzwischen fast zwölf Prozent ihres Einkommens, so viel wie während der Corona-Lockdowns, als sie das Geld gar nicht ausgeben konnten,“ ordnet Hanno Lorenz von der Agenda Austria ein.
Vor einigen Wochen wurde die Wiedereinführung der kalten Progression zur Sanierung des Budgetdefizits ins Spiel gebracht. Fest steht jedoch schon jetzt: Seit 2026 wird ein Drittel der kalten Progression wieder einbehalten, womit die Inflationsabgeltung der Löhne zumindest teilweise wieder besteuert wird. Die Tür für eine komplette Wiedereinfüh
Auf der österreichischen Regierungsbank werden täglich neue Ideen gewälzt, wie den Beschäftigten noch mehr Geld aus der Tasche gezogen werden könnte.
Österreich scheint derzeit die Speerspitze des europäischen Protektionismus zu bilden.
Österreich leistet sich einen der teuersten Staaten in ganz Europa.
Für den Staat zu arbeiten, lohnt sich. Während die Beamten mit über 82.000 Euro brutto im Jahr weiterhin den höchsten Durchschnittslohn beziehen, legten die Vertragsbediensteten seit 2007 am stärksten zu (fast 89 Prozent).
Vergangene Woche wurde publik, dass Österreichs Defizit nicht wie angenommen bei 4,5 Prozent, sondern bei 4,9 Prozent gemessen an der Wirtschaftsleistung (BIP) liegen soll.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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