Vor einigen Wochen wurde die Wiedereinführung der kalten Progression zur Sanierung des Budgetdefizits ins Spiel gebracht. Fest steht jedoch schon jetzt: Seit 2026 wird ein Drittel der kalten Progression wieder einbehalten, womit die Inflationsabgeltung der Löhne zumindest teilweise wieder besteuert wird. Die Tür für eine komplette Wiedereinführung der kalten Progression ist also geöffnet. Unsere Berechnung zeigt, wie viel Nettoeinkommen Arbeitnehmer 2026 verlieren würden, wäre die kalte Progression im Jahr 2022 nicht abgeschafft worden.
Die Auswirkungen wären bereits bei niedrigen Einkommen deutlich spürbar gewesen: Bei einem Bruttomonatslohn von 2.000 Euro hätten Betroffene heuer rund 830 Euro netto weniger im Jahr zur Verfügung. Mit steigendem Einkommen wächst der Verlust erheblich. Vollzeitbeschäftigte mit einem Bruttomonatslohn von 4.000 Euro würden heuer rund 1.550 Euro pro Jahr einbüßen. „Obwohl die Lohnsteuer immer neue Rekordeinnahmen bringt, wird erneut über eine Rückkehr der kalten Progression diskutiert. Während Politiker den Slogan ‚Leistung muss sich lohnen‘ bemühen, ziehen sie den Bürgern das Geld aus der Tasche. Wir brauchen nicht höhere Steuern, wir brauchen weniger Staat“, sagt Dénes Kucsera.
Auf der österreichischen Regierungsbank werden täglich neue Ideen gewälzt, wie den Beschäftigten noch mehr Geld aus der Tasche gezogen werden könnte.
Österreich scheint derzeit die Speerspitze des europäischen Protektionismus zu bilden.
Die Regierung wird diese Woche ihre Industriestrategie präsentieren. Nach allem, was im Vorfeld zu hören war, dürfte sie recht blumig ausfallen.
Österreich leistet sich einen der teuersten Staaten in ganz Europa.
Für den Staat zu arbeiten, lohnt sich. Während die Beamten mit über 82.000 Euro brutto im Jahr weiterhin den höchsten Durchschnittslohn beziehen, legten die Vertragsbediensteten seit 2007 am stärksten zu (fast 89 Prozent).
Vergangene Woche wurde publik, dass Österreichs Defizit nicht wie angenommen bei 4,5 Prozent, sondern bei 4,9 Prozent gemessen an der Wirtschaftsleistung (BIP) liegen soll.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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