Der eigentliche Strom macht weniger als die Hälfte der Stromrechnung aus.
Der eigentliche Strom macht inzwischen weniger als die Hälfte der Gesamtkosten auf der Stromrechnung aus. Sowohl bei Gewerbebetrieben als auch bei Privathaushalten entfällt der Großteil der Kosten auf regulierte oder staatlich festgelegte Komponenten: Etwa ein Drittel machen die Netzentgelte aus, der Rest verteilt sich auf Steuern, Abgaben und die Erneuerbaren-Förderung. Hohe Strompreise in Österreich sind somit nicht nur das Ergebnis der Entwicklung auf den Großhandelsmärkten, sondern zu wesentlichen Teilen politisch bedingt.
Quelle: E-Control. Dargestellt ist die Zusammensetzung der Stromkosten pro Jahr inklusive Netzkosten, Steuern und Abgaben im August 2026, aufgeteilt in Energie, Netztarif, Steuern und Abgaben sowie Erneuerbaren-Förderung. Gegenübergestellt werden ein Gewerbebetrieb in Linz (100.000 kWh pro Jahr) und ein dreiköpfiger Privathaushalt in Wien (4.255 kWh pro Jahr). Verwendet wurde jeweils der günstigste Tarif ohne Wechselrabatte, mit Preisgarantie; Netzbetreiber sind die LINZ NETZ GmbH und die Wiener Netze GmbH. Beim Gewerbebetrieb ist die Umsatzsteuer nur nachrichtlich ausgewiesen.
Zwei Ringdiagramme zeigen die Aufteilung der jährlichen Stromkosten. Beim Gewerbebetrieb in Linz (Gesamtkosten 20.948 Euro pro Jahr) entfallen 47 Prozent auf Energie, 29 Prozent auf den Netztarif, 21 Prozent auf Steuern und Abgaben sowie 3 Prozent auf die Erneuerbaren-Förderung. Beim dreiköpfigen Privathaushalt in Wien (Gesamtkosten 1.201 Euro pro Jahr) entfallen 40 Prozent auf Energie, 34 Prozent auf den Netztarif, 22 Prozent auf Steuern und Abgaben sowie 4 Prozent auf die Erneuerbaren-Förderung. In beiden Fällen macht die reine Energie weniger als die Hälfte der Gesamtkosten aus.
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