Derzeit löst ein Antiteuerungsgipfel den anderen ab. Kein Wunder: Nach mehreren Rückgängen ist die Inflation zuletzt wieder auf 9,6 Prozent gestiegen, das ist der höchste Wert im Westen der EU. Ein Grund dafür ist der anhaltend hohe private Konsum, wie eine Grafik der Agenda Austria zeigt.
Der private Konsum war im vierten Quartal des Vorjahres 9,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Selbst der um die Inflation korrigierte reale Konsum ist im Jahr 2022 kaum zurückgegangen. Im ersten Quartal 2023 konnte er noch einmal leicht gegenüber dem Vorquartal zulegen. „Das bedeutet, dass die Menschen im ersten Quartal 2023 nicht nur mehr Geld für den Konsum ausgegeben haben, sondern dass sie tatsächlich auch mehr Güter konsumiert haben“, sagt Agenda Austria-Ökonom Marcell Göttert. „Neue Hilfsmaßnahmen drohen die Inflation weiter anzufeuern. Die Regierung sollte jetzt die Füße stillhalten und sich auf die einkommensschwächsten Teile der Gesellschaft konzentrieren“, wie Göttert meint.
Beiträge zur Gesamtinflation, in Prozentpunkten, bis September 2026
Wenn es um die Inflation geht, schauen alle auf die Spritpreise. Diesel und Heizöl haben die Inflation im September auf 3,6 Prozent getrieben.
Index (2015 = 100), je geleisteter Arbeitsstunde, bis 2026.
Die Löhne sind seit 2019 kräftig gestiegen - auch wenn man die starke Inflation berücksichtigt.
Energiekrisenmaßnahmen, kumuliert bis inklusive 2025, in Milliarden Euro
Fast 17 Milliarden Euro hat der österreichische Staat seit 2022 ausgegeben, um die Folgen der Energiekrise abzufedern. Allein im Jahr 2022 waren es 8,3 Milliarden.
Sechs Prozentpunkte teurer als der Euroraum – trotz jahrelanger Preisbremsen.
Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Preiseingriffen versucht, die Teuerung zu dämpfen. Von Preisbremsen bis hin zu Eingriffen in einzelne Märkte.
Dass Budgetkonsolidierung kein Hexenwerk ist, zeigt die folgende Beispielrechnung.
Während viele in wirtschaftlich unsicheren Zeiten nach finanzieller Stabilität suchen, müssen sich AK und Wirtschaftskammer keine Sorgen machen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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