Langsam, sehr langsam nimmt der Inflationsdruck in Österreich ab. Die Statistik Austria hat am Freitag die erste Schnellschätzung für Mai veröffentlicht: 3,3 Prozent waren es noch im Vergleich zum Vorjahr.
Damit liegt Österreich nun hinter Spanien, dem Land der staatlich verordneten Preisregulierung. Dort sind die Preise im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,8 Prozent gestiegen. Für Österreich ist das ein schwacher Trost, zumal sich die Teuerung in den letzten drei Jahren gewaltig in die Haushaltskassen gefressen hat. Billiger geworden ist in diesem Zeitraum kaum etwas, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt.
Erdgas führt – wenig überraschend – die Liste an, doch auch viele Grundnahrungsmittel sind erheblich teurer geworden. Dass sich der Handyvertrag und Softwareprodukte etwas verbilligt haben, ist da wohl ein schwacher Trost. Zum Glück sind zwar auch die Einkommen stark gestiegen; daher ist zum Beispiel der Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Einkommen ziemlich konstant geblieben. Doch dadurch sind die Lohnstückkosten bei uns stärker gestiegen als bei unseren europäischen Konkurrenten. „Die Inflationskrise ist im historischen Vergleich bisweilen zwar eher kurz, doch die Durststrecke, die uns blüht, wenn wir uns jetzt aus den Märkten preisen, wird wohl länger sein“, gibt Agenda Austria-Ökonom Jan Kluge zu bedenken.
Beiträge zur Gesamtinflation, in Prozentpunkten, bis September 2026
Wenn es um die Inflation geht, schauen alle auf die Spritpreise. Diesel und Heizöl haben die Inflation im September auf 3,6 Prozent getrieben.
Index (2015 = 100), je geleisteter Arbeitsstunde, bis 2026.
Die Löhne sind seit 2019 kräftig gestiegen - auch wenn man die starke Inflation berücksichtigt.
Energiekrisenmaßnahmen, kumuliert bis inklusive 2025, in Milliarden Euro
Fast 17 Milliarden Euro hat der österreichische Staat seit 2022 ausgegeben, um die Folgen der Energiekrise abzufedern. Allein im Jahr 2022 waren es 8,3 Milliarden.
Sechs Prozentpunkte teurer als der Euroraum – trotz jahrelanger Preisbremsen.
Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Preiseingriffen versucht, die Teuerung zu dämpfen. Von Preisbremsen bis hin zu Eingriffen in einzelne Märkte.
Dass Budgetkonsolidierung kein Hexenwerk ist, zeigt die folgende Beispielrechnung.
Während viele in wirtschaftlich unsicheren Zeiten nach finanzieller Stabilität suchen, müssen sich AK und Wirtschaftskammer keine Sorgen machen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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