PV-Anlagen kosten im historischen Vergleich fast nichts mehr.
Wenn eine Technologie im Markthochlauf immer billiger wird, nennt man das Lernkurveneffekte. Seit dem Jahr 2000 sind die Preise für Solarmodule am Weltmarkt pro Watt um über 96 Prozent gefallen. Solche Effekte entstehen allerdings nicht durch intensive Grübelei im Labor, sondern während die Technologie ausgerollt wird. In Kombination mit den absehbar hohen Strompreisen in Österreich, lohnt sich eine Investition in eine PV-Anlage also auf jeden Fall. Eine staatliche Förderung war vor Jahren eine sinnvolle Sache, um den Markthochlauf anzuschieben. Heute ist sie ein Relikt und gehört abgeschafft.
Quellen: Agenda Austria, E-Control. Dargestellt ist die Differenz zwischen dem durchschnittlichen Hauptprodukt und dem günstigsten verfügbaren Stromtarif in Cent pro Kilowattstunde, im Zeitverlauf von 2019 bis 2026. Verglichen werden der Energiepreis des Hauptprodukts (gewichteter Durchschnitt) und der durchschnittliche Preis des jeweils günstigsten verfügbaren Produkts. Bezugsgröße ist ein Haushalt mit 3.500 kWh Stromverbrauch pro Jahr. Ein positiver Wert bedeutet, dass das günstigste Produkt billiger ist als das Hauptprodukt; ein negativer Wert das Gegenteil.
Das Streudiagramm stellt den Preis pro Watt für Photovoltaik-Module der kumulierten installierten Kapazität gegenüber; beide Achsen sind logarithmisch skaliert, jeder Punkt entspricht einem Jahr ab Mitte der 1970er-Jahre bis 2024. Mit steigender kumulierter Kapazität fällt der Modulpreis kontinuierlich: von rund 100 US-Dollar pro Watt bei sehr geringer installierter Leistung auf zuletzt (2024) einen Wert deutlich unter einem US-Dollar pro Watt bei rund zwei Millionen Megawatt kumulierter Kapazität. Die Punktewolke verläuft dabei annähernd als fallende Gerade, was auf der doppelt-logarithmischen Skala einem stabilen Zusammenhang entspricht.
Differenz zwischen dem durchschnittlichen Hauptprodukt und dem günstigsten verfügbaren Stromtarif, in Cent/kWh
Was uns der Staat nicht abnehmen kann: Preise vergleichen.
Förderung für erneuerbare Energie und Energieeffizienz, nach Einkommensdezilen der Empfänger, 2024, in Millionen Euro
Die Erneuerbaren-Förderung geht vor allem an Betuchte.
Jahresgewinne der österreichischen Energieversorger, in Milliarden Euro
Die Gewinne der Energieversorger sprudeln.
Wechselseitige Beteiligungen der öffentlichen Stromversorger, in Prozent
Freunderlwirtschaft und Staatseigentum lähmen den Markt.
Stromkosten für Haushalte, 2026, in Cent pro Kilowattstunde (kWh)
Große Spanne bei den Netzgebühren
Stromkosten pro Jahr inklusive Netzkosten, Steuern und Abgaben, August 2026
Der eigentliche Strom macht weniger als die Hälfte der Stromrechnung aus.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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