Seit über einem Jahr ist der Leitzins im Euroraum auf Bergfahrt. Nach der Zinspause der EZB letzte Woche liegt er nun bei 4,5 Prozentpunkten.
Angesichts hoher Inflationsraten ist es die zentrale Funktion einer Notenbank, mit steigenden Zinsen die Kreditnachfrage zu dämpfen und damit den Geldschöpfungsprozess zu verlangsamen. Damit ist die EZB inzwischen sehr erfolgreich, wie eine Grafik der Agenda Austria zeigt.
Private und öffentliche Investitionen haben sich verteuert, die Nachfrage nach Krediten ist daher stark rückläufig. Das hat realwirtschaftliche Auswirkungen. Schon jetzt sind die konjunkturellen Aussichten eher trüb. Aktuelle Wirtschaftsprognosen gehen davon aus, dass die Zinsen erst 2025 wieder fallen. „Sollte die Inflation nicht zurückgehen oder gar ein Comeback feiern, dürfte selbst das noch zu optimistisch sein“, sagt Agenda Austria-Ökonom Jan Kluge.
Wer sich im Winterurlaub in die langen Schlangen der Skilifte einreihen musste, konnte den Eindruck gewinnen, dass der österreichische Tourismus wieder so richtig brumme. Doch der Schein trügt.
die Bundesregierung hat vergangene Woche die Eckpunkte ihres Doppelbudgets 2027/2028 vorgestellt. Ursprünglich sollte ein Drittel der Budgetsanierung laut Regierung einnahmenseitig erfolgen, zwei Drittel ausgabenseitig.
Aktuell ringen die Koalitionsparteien um die Fixierung des Doppelbudgets für 2027/28. Nachdem die leicht erreichbaren Früchte bereits im letzten Budget geerntet wurden, wird es nun immer schwieriger, Kosten rauszunehmen.
Die Gesundheitsausgaben sind einer der großen Ausgabentreiber im österreichischen Staatshaushalt. Demografie, neue Entwicklungen, aber auch die hohe Nachfrage nach Gesundheitsleistungen im Land schrauben die Kosten immer höher.
Die Verschuldung in Österreich steigt und steigt. Vor einem Jahrzehnt lagen die Schulden noch bei rund 34.000 Euro pro Kopf, heute sind es österreichweit bereits deutlich über 45.000 Euro.
Gern reden sich Regierungen auf widrige Umstände aus. Die Vorgänger, die Weltwirtschaft oder einfach nur ein erratischer US-Präsident – einen Grund dafür, dass der Staat neue Schulden machen muss, findet sich immer.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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