Freunderlwirtschaft und Staatseigentum lähmen den Markt.
Ein intensiver Preiswettbewerb findet auf dem österreichischen Strommarkt kaum statt. Die Energieversorger befinden sich nicht nur überwiegend im Besitz der öffentlichen Hand, sondern sind über ein dichtes Netz an Überkreuzbeteiligungen miteinander verbunden. Wenn Landesversorger direkte oder indirekte Anteile an ihren Mitbewerbern oder am Verbund halten, sinkt der Anreiz für aggressive Preiskämpfe. Durch die Gewinnausschüttungen profitieren die Unternehmen vom Erfolg der Konkurrenz. Diese fehlenden Marktmechanismen gehen letztlich zu Lasten der Konsumenten.
Quellen: Agenda Austria, Geschäftsberichte, FirmenABC. Dargestellt sind die wechselseitigen Beteiligungen der großen öffentlichen Stromversorger in Prozent, verortet auf einer Österreichkarte. Die Prozentzahlen an den Verbindungslinien geben die jeweilige Beteiligungshöhe an; durchgezogene Linien stehen für direkte, gepunktete für indirekte Beteiligungen. In Klammern ist je Unternehmen der staatliche Eigentumsanteil ausgewiesen. Gezeigt werden nur die wichtigsten Verflechtungen zwischen den großen Versorgern; zusätzliche Beteiligungen über Subunternehmen sind nicht dargestellt.
Die Grafik zeigt schematisch die Beteiligungen zwischen den großen österreichischen Stromversorgern. Dargestellt sind illwerke vkw AG, TIWAG und Salzburg AG (je 100 bzw. 94 Prozent Staatsanteil), Energie AG OÖ (76 Prozent), Kelag (55 Prozent), Energie Steiermark ESTAG (100 Prozent), EVN (80 Prozent), Wien Energie (100 Prozent), Burgenland Holding AG, Burgenland Energie (87 Prozent) sowie der Verbund (82 Prozent Staatsanteil). Linien verbinden die Unternehmen und tragen Prozentwerte zwischen rund 1 und 74 Prozent; durchgezogene Linien markieren direkte, gepunktete indirekte Beteiligungen. Auf den Verbund laufen mehrere Beteiligungen anderer Versorger zu.
Differenz zwischen dem durchschnittlichen Hauptprodukt und dem günstigsten verfügbaren Stromtarif, in Cent/kWh
Was uns der Staat nicht abnehmen kann: Preise vergleichen.
Förderung für erneuerbare Energie und Energieeffizienz, nach Einkommensdezilen der Empfänger, 2024, in Millionen Euro
Die Erneuerbaren-Förderung geht vor allem an Betuchte.
Wattpreis für Photovoltaik-Module und kumulierte installierte Kapazität in Megawatt /MW)
PV-Anlagen kosten im historischen Vergleich fast nichts mehr.
Jahresgewinne der österreichischen Energieversorger, in Milliarden Euro
Die Gewinne der Energieversorger sprudeln.
Stromkosten für Haushalte, 2026, in Cent pro Kilowattstunde (kWh)
Große Spanne bei den Netzgebühren
Stromkosten pro Jahr inklusive Netzkosten, Steuern und Abgaben, August 2026
Der eigentliche Strom macht weniger als die Hälfte der Stromrechnung aus.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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