Ist das Budget knapp, sprießen Ideen für neue oder noch höhere Steuern aus dem Boden wie Unkraut.
So auch in den vergangenen Wochen. Der Kreativität scheinen keine Grenzen gesetzt. Die Ideen reichen von höheren Grundsteuern, wie von den Gemeinden gefordert über die von SPÖ, Grünen und Gewerkschaftern favorisierte Wiedereinführung der Erbschaftsteuer bis hin zur vollständigen Wiedereinführung der kalten Progression. wie sie einige Landespolitiker und die Arbeiterkammer gerne hätten.
Dass ausgerechnet die per Gesetz vorgeschriebenen Arbeitnehmervertreter die Mehrbelastung von Arbeitnehmern fordern, ist eine österreichische Eigenheit. Zumal die Lohnsteuereinnahmen seit der 2022 teilweise abgeschafften kalten Progression um 20 Prozent gestiegen sind. Und damit deutlich schneller als das Preisniveau, wie unsere Grafik zeigt.
Auch das Jahr 2025 war trotz schwerer Wirtschaftslage ein überaus erfolgreiches Jahr. Zumindest für den Finanzminister. Praktisch alle großen Steuern wuchsen seit 2019 stärker als die Inflation. Einzig die Körperschaftsteuer schwächelt. Über die Ertragsanteile fließen die Mehreinnahmen auch an Länder und Gemeinden. „Wenn also Wiens Klimastadtrat Czernohorszky die Abschaffung der kalten Progression ohne Gegenfinanzierung als Fehler und Finanzierungsproblem für die Stadt sieht, dann ist das erstens nicht ehrlich und zweitens eine billige Ausrede, um nicht bei den Ausgaben ansetzen zu müssen“, so die Einschätzung von Ökonom Hanno Lorenz. Der Regierung ist es gelungen, viele niedrig hängende Früchte bei der Budgetkonsolidierung zu ernten: Auslaufende Beihilfen, bessere Finanzierungskonditionen, höhere Inflation. „Für die Zukunft wird es aber größere Anstrengungen bei den großen Ausgabentreibern brauchen. Sonst hören wir auch bei der nächsten Budgetrede den Schmäh von den fehlenden Einnahmen“, so Lorenz. Und am Ende freut sich der Finanzminister.
Vor ein paar Tagen haben viele Haushalte in Österreich unangenehme Post von ihren Quartiergebern bekommen: Per 1. April werden die Mieten erhöht. Die allermeisten Mieten dürfen seit diesem Jahr nur noch zu diesem Zeitpunkt angehoben werden.
In der politischen Debatte wird gerne behauptet, dass vor allem die Unternehmen von der wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahre überdurchschnittlich stark profitiert hätten. Das gilt vor allem für die Phase hoher Inflation, wer erinnert sich nicht an den Begriff der „Gierflation“, die von linken Lobbygruppen in die Welt gesetzt wu
Was für Autofahrer ein Schock ist, ist für den Staat ein gutes Geschäft. Fließt ein Liter Super für 1,70 Euro in den Tank, gehen etwa 48,2 Cent Mineralölsteuer, rund 12,5 Cent CO₂-Abgabe und rund 28 Cent Mehrwertsteuer an den Staat.
In weiten Teilen der Sozialdemokratie wächst die Überzeugung, die Höchstbeitragsgrundlage bei den Krankenkassen zu streichen. Die Idee hinter dem sperrigen Begriff: Wer mehr verdient, muss keine zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträge bezahlen.
In kaum einem anderen Industrieland der Welt steht ein so großer Teil der Wirtschaft unter staatlicher Kontrolle wie in Österreich.
Glaubt man der stark aufgestockten PR-Abteilung der Bundesregierung, dann geht es Österreich prächtig.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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