Die Aufregung ist groß, sobald Pensionen unter der Inflationsrate angepasst werden sollen. Schnell ist von „Kürzungen“ und „Belastungen“ für ältere Menschen die Rede.
Doch diese Empörung greift zu kurz. Denn in Wahrheit geht es um etwas Grundsätzlicheres: nicht um Bestrafung, sondern um die Frage, ob ein System aus einer anderen Zeit heute noch finanzierbar ist.
Das System gerät durch mehr Pensionisten und zu wenige Erwerbstätige unter Druck. Andere Länder haben auf diese Entwicklung reagiert: mit höherem Pensionsantrittsalter, mit automatischen Anpassungsmechanismen und einem stärkeren Ausbau kapitalgedeckter Systeme. Österreich verharrt weitgehend im jetzigen System und schüttet das Pensionsloch mit immer noch mehr Steuergeld zu. So steigt der Unterschied zwischen den Auszahlungen an die Pensionisten und den Einzahlungen der Aktiven heuer auf über 34 Milliarden Euro.
Es geht nicht um eine einseitige Belastung der Pensionisten. Viele Eingriffe wirken erst für zukünftige Pensionen. Die Debatte wird dennoch oft so geführt, als stünde eine Bestrafung der Älteren im Raum. Dabei ist der eigentliche Punkt ein anderer: Bleiben die grundlegenden Stellschrauben unangetastet, werden die Kosten weiter explodieren. Früher oder später wird sich das bemerkbar machen, sei es im Pensionsniveau oder in der Finanzierung. Deshalb geht es nicht um einzelne Korrekturen, sondern um eine grundsätzliche Entscheidung: Ob man bereit ist, das System an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Dazu braucht es längeres Arbeiten, also ein Pensionssystem, das die steigende Lebenserwartung laufend berücksichtigt.
Die eigentliche Zumutung wäre nicht die Reform. Die eigentliche Zumutung ist, so zu tun, als könnte ein System aus dem vergangenen Jahrhundert unverändert in die Zukunft getragen werden.
(erstmals erschienen am 28.04.2026 in “Kleine Zeitung”)
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