Die Unis beschweren sich über ihr Budget, die Studenten gehen auf die Straße. Dabei sind die Hochschulen ja gar nicht so schlecht ausgestiegen. Gefordert hatten sie 18 Milliarden, budgetiert wurden ursprünglich 15,5; statt bisher 16,1 Milliarden Euro kriegen sie im nächsten Finanzierungszeitraum nun … 16 Milliarden Euro.
Darüber hinaus sind die Unibudgets sind in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Österreich befindet sich in einer Budgetkrise, die auch dem Hochschulsektor nicht erspart bleiben kann. Im europäischen Vergleich ist er hierzulande nämlich so gut finanziert wie in kaum einem anderen Land.
Unser Vorschlag an die Unis wäre, weniger abhängig von staatlichem Geld zu werden. Die Einführung von Studiengebühren würde die Finanzierung verbessern und ein Bewusstsein für die Kosten eines Studiums schaffen. Außerdem gibt es auch bei den Unis Ineffizienzen und strukturelle Doppelgleisigkeiten zu beheben, die man seit Jahrzehnten mitschleppt, meint unsere Ökonomin Carmen Treml.
Quellen: Agenda Austria auf Basis der Universitätsberichte des Wissenschaftsministeriums und von Medienberichten (17.10.2026). Dargestellt sind die Budgets der österreichischen Universitäten je dreijähriger Finanzierungsperiode, von 2007 bis 2009 bis 2028 bis 2030, in Milliarden Euro. Die Werte sind nominell, also nicht inflationsbereinigt. Für 2022 bis 2024 werden die zusätzlich gewährten Teuerungsmaßnahmen gesondert ausgewiesen. Der Wert für 2028 bis 2030 setzt sich zusammen aus dem Betrag laut mehrjährigem Finanzrahmen und den zusätzlichen Mitteln aus der Einigung der Bundesregierung vom 17. Oktober 2026. Die Forderung der Universitäten ist zum Vergleich darübergestellt und gehört nicht zum beschlossenen Budget. Die Werte für 2028 bis 2030 stammen aus Medienberichten und sind vorläufig, bis die Leistungsvereinbarungen abgeschlossen sind.
Die Grafik zeigt in einem Säulendiagramm die Hochschulbudgets in Österreich je dreijähriger Finanzierungsperiode, von 2007 bis 2009 bis 2028 bis 2030, in Milliarden Euro. Das Budget steigt von 7,0 Milliarden Euro (2007 bis 2009) über 8,2, 9,1 und 9,7 auf 11,0 Milliarden Euro (2019 bis 2021). Für 2022 bis 2024 sind es 13,2 Milliarden Euro. Davon entfallen 12,3 Milliarden auf das reguläre Budget und 0,9 Milliarden Euro auf Teuerungsmaßnahmen, also auf zusätzliche Mittel zum Ausgleich der Inflation. Von 2025 bis 2027 erreicht das Budget 16,1 Milliarden Euro. Für 2028 bis 2030 sieht der mehrjährige Finanzrahmen 15,5 Milliarden Euro vor. Mit 0,5 Milliarden Euro aus der Einigung vom 17. Oktober 2026 ergeben sich 16,0 Milliarden Euro, das sind 0,1 Milliarden weniger als in der Vorperiode. Darüber ist die Forderung der Universitäten dargestellt: weitere 2,0 Milliarden Euro, zusammen also 18,0 Milliarden Euro.
Einkommen österreichischer Pensionisten im EU-Vergleich mit Erwerbstätigen
Irgendwann schlage die Mathematik die Ideologie, sagte AMS-Chef Johannes Kopf zuletzt in der ORF-„Pressestunde“ und sprach sich für ein höheres Pensionsantrittsalter aus.
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Bruttoschulden des Gesamtstaats, in Prozent des BIP
Zweimal im vergangenen Jahrhundert schossen die Staatsschulden der Industrieländer nach oben: im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. 1946 lagen sie bei 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. Heute sind es rund 113 Prozent.
Energiekrisenmaßnahmen, kumuliert bis inklusive 2025, in Milliarden Euro
Fast 17 Milliarden Euro hat der österreichische Staat seit 2022 ausgegeben, um die Folgen der Energiekrise abzufedern. Allein im Jahr 2022 waren es 8,3 Milliarden.
Anteil der 15- bis 29-Jährigen, die weder erwerbstätig noch in Aus- oder Weiterbildung sind, in Prozent
Lange stand Österreich hier deutlich besser da als der Rest der EU.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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