Ein Jahr Schwarz-Rot-Pink liegt hinter uns. Wenn ihr Hauptziel das Verhindern der FPÖ war, dann war es ein verlorenes Jahr.
Was ist der Unterschied zwischen ÖVP und SPÖ? Nein, das ist keine Fangfrage. Es gibt wirklich einen: Der ÖVP laufen die Wähler davon, weil sie nicht tut, was sie verspricht. Der SPÖ kommen sie abhanden, weil sie tut, was sie verspricht. Während sich eine inhaltlich entkernte ÖVP nicht mehr traut, ihren Anhängern die eigenen Inhalte zuzumuten und sie genau deshalb verliert, reckt die SPÖ trotzig die Faust und greift tief in die sozialistische Mottenkiste. Ihre Wähler sind aber auch weg.
Wenn diese eingeschüchterte ÖVP und diese unverbesserliche SPÖ zusammen regieren sollen, dann kann gar nichts anderes dabei herauskommen als etwas Sozialdemokratisches. Die rote Handschrift ist überall erkennbar: die Mietpreisbremse, die Preiseingriffe im „Günstiger-Strom-Gesetz“, das „Anti-Mogelpackungs-Gesetz“, die Mehrwertsteuersenkung für Nahrungsmittel. Dass die ÖVP es allen Ernstes nicht geschafft hat, gegen den Willen des Koalitionspartners ein Fleischerzeugnis auf die Liste der begünstigten Nahrungsmittel zu setzen, zeigt die Verzwergung der ÖVP. Angeblich klassische Anliegen der ÖVP stecken in der Warteschleife. Die Lohnnebenkostensenkung steht bis heute unter Budgetvorbehalt und wird es auch bleiben, solange das Finanzministerium in SPÖ-Hand ist. Abgabenquote unter 40 Prozent? Da wir nun über neue Steuern diskutieren und Teile der kalten Progression auch wieder da sind, werden wir froh sein müssen, wenn es am Ende keine 50 Prozent sind.
Diese Koalition ist das letzte Aufgebot gegen die FPÖ. Ein Jahr nach Amtsantritt liegt sie in Wahlumfragen bei unter 50 Prozent und würde beim nächsten Mal die Grünen brauchen. Wie unrecht hätte Herbert Kickl dann noch mit seiner Rhetorik von der „Einheitspartei“?
Wir machen es ihm zu leicht.
(erstmals erschienen am 23.02.2026 in “Kleine Zeitung”)
„Das Blöde ist, dass all diesen KI-gestützten Lösungen halt irgendwo der moralische Kompass fehlt." – Andreas Grassl
Bis 7. Juni 2026 muss Österreich die EU-Entgelttransparenzrichtlinie umsetzen, sonst droht ein Vertragsverletzungsverfahren. Ein Gesetz war für das erste Quartal angekündigt.
Der Staat hat ein Ausgabenproblem, darin sind sich alle Experten einig. Die Lösung der Politik auf dieses Problem lautet seit Jahren: noch höhere Einnahmen.
Die EU will die Lohnschere zwischen Männern und Frauen schließen und drückt dabei der Privatwirtschaft das Gehaltsschema des Beamtenapparats auf.
Die Verschuldung in Österreich steigt und steigt. Vor einem Jahrzehnt lagen die Schulden noch bei rund 34.000 Euro pro Kopf, heute sind es österreichweit bereits deutlich über 45.000 Euro.
„Mehr als 50 Prozent der Wirtschaftsleistung geht am Ende an den Staat. Das ist für eine Marktwirtschaft nicht mehr wirklich tragbar.” – Hanno Lorenz
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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