Foto: © Semmer / Action Press / picturedesk.com
Eine Mietpreisbremse ist der falsche Weg. Solche Maßnahmen wurden oft ausprobiert und hatten meist gravierende Nebenwirkungen. Sie machen es, wie viele Studien aus aller Welt zeigen, langfristig unattraktiv, in Qualität und Verfügbarkeit von Wohnraum zu investieren. Preisbremsen verringern das Angebot an Mietwohnungen, weil weniger gebaut wird. Es wird mehr Eigentum bereitgestellt, um der Regulierung zu entgehen. Sie reduzieren die Einkünfte der Vermieter, wodurch weniger in die Substanz der Häuser investiert wird.
Meistens sitzen am Ende die Alten in großen, billigen Wohnungen, während junge Familien Probleme haben, etwas Leistbares zu finden. In unserem Land ist das schon heute so, weil viele Bestandsmieten bereits stark reguliert sind. Die meisten Haushalte bekommen seit Jänner höhere Löhne, Pensionen und Sozialleistungen. Der Staat sollte nun genau hinschauen, wo dennoch weiter Hilfe gebraucht wird, und zum Beispiel die Wohnbeihilfe oder den Heizkostenzuschuss ausbauen. Denn wer schon heute die Rechnungen nicht bezahlen kann, dem hilft auch eine Bremse nur wenig.
Gastkommentar von Jan Kluge für „Die Ganze Woche“ (15.03.2023).
Niemand sollte sich wundern, dass es in Österreich steigenden Wohnungsmangel gibt.
Einkommen österreichischer Pensionisten im EU-Vergleich mit Erwerbstätigen
Irgendwann schlage die Mathematik die Ideologie, sagte AMS-Chef Johannes Kopf zuletzt in der ORF-„Pressestunde“ und sprach sich für ein höheres Pensionsantrittsalter aus.
Die Dreierkoalition stolpert von Tag zu Tag. Von gemeinsamen Prioritäten ist inzwischen gar nichts mehr erkennbar. Für die verbleibende Zeit muss alles ganz anders laufen.
ÖVP und Neos hätten jetzt die Chance, endlich ein Reformprogramm vorzulegen. Zieht die schwächelnde SPÖ nicht mit, sollten sie den Ausstieg wagen. Seit dieser Woche wird die SPÖ von drei Parteivorsitzenden geführt: Andreas Babler bleibt formal der Chef, Eva-Maria Holzleitner und Philip Kucher dirigieren die Partei als geschäftsführende Vors
Durchschnittliche monatliche Haushaltsausgaben nach Ausgabengruppen, 2019/20 und 2024/25
Der gesamte Konsum der Haushalte verändert sich seit Jahren real kaum - ein Symptom der wirtschaftlichen Stagnation, die wir in Österreich seit 2019 erleben.
Städter überall auf der Welt wählen traditionell linke Parteien, weil sie ausgerechnet ihnen zutrauen, den Wohnungsmarkt in den Griff zu bekommen. Wie kommen sie auf diese Idee?
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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