Zusammenfassung

Lehrer zu sein, zählt zu den wichtigsten und forderndsten Aufgaben unserer Zeit. Und zweifellos zu den undankbarsten. Die Schüler werden immer anspruchsvoller, dasselbe gilt für deren Eltern, die nicht nur die Ausbildung ihrer Kinder an die Schulen delegieren, sondern immer öfter auch deren Erziehung.

Hinzu kommt, dass nahezu täglich Kritik am heimischen Bildungssystem und seinen Lehrern laut wird. Das liegt einerseits an den bescheidenen Ergebnissen bei den internationalen Leistungstests, andererseits an einer steigenden Nervosität der Eltern, die in jeder Schuldiskussion zu spüren ist: Sie haben Angst, dass ihre Kinder zu den Bildungsverlieren zählen könnten. Dass sie nicht jene Bildung bekommen, die sie brauchen, um in einer von radikalen technologischen Umbrüchen geprägten Zeit noch einen Job zu finden, von dem sie auch leben können.

Was aber setzt gute Bildung voraus? Vor allem einmal gute Lehrer, wie der neuseeländische Wissenschaftler John Hattie in einer Meta-Studie nachweisen konnte. Das wiederum bedeutet, dass die Auswahl geeigneter Pädagogen entscheidend für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben kommender Generationen ist. Eine gute Bildung ist aber „nur“ eine notwendige, noch keine hinreichende Voraussetzung, um den wachsenden Anforderungen gewachsen zu sein: Es braucht lebenslanges Lernen, das auf einer guten Schulbildung aufbaut.

Wie aber sieht es mit dem lebenslangen Lernen der Lehrer aus? Dieser Frage ist unser Bildungsexperte Wolfgang Feller nachgegangen. Bekommen sie die richtigen Angebote und werden diese auch genutzt? Wer entscheidet, welche Lehrkräfte sich in welchen Bereichen fortbilden? Wie machen das andere Länder und könnte Österreich von diesen lernen oder sie von Österreich?

Jede Menge Fragen, die im Paper beantwortet werden.