Innerhalb der EU zeigen sich große Unterschiede hinsichtlich der Abhängigkeit von Erdgas. Österreich verbraucht je 1.000 Euro Bruttoinlandsprodukt rund 23 Kubikmeter Erdgas. Länder wie Ungarn oder die Slowakei verbrauchen deutlich mehr, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt. Andere Länder sind aber in den letzten Jahren von Gas unabhängiger geworden. Das gilt vor allem für die skandinavischen Staaten.
Im Vergleich zu 2019 – dem letzten Jahr vor der Coronakrise – haben viele Länder ihre Gasabhängigkeit deutlich reduziert; ganz unabhängig von der Ukrainekrise. Gas war im Zuge der Energiewende ohnehin nur noch als Brückentechnologie vorgesehen. Österreichs Bruttoinlandsprodukt hängt jedoch noch genauso stark vom Gas ab wie vor drei Jahren. „Vor allem die Industrie muss nun alle Hebel in Bewegung setzen, um aus dem Gas herauszukommen“, sagt Agenda Austria-Ökonom Jan Kluge. Den Privathaushalten die Verantwortung zuzuschieben, greift zu kurz, da diese nur wenig Gas verbrauchen und viele auch kaum ihre Heizungsart wechseln könnten. Bei ihnen wird es eher darum gehen, die sozialen Folgen der Preisexplosion abzufedern.
Auszahlungen des Bundes in Prozent der Einnahmen
Der deutsche Kanzlerwechsel weckte speziell in Österreich die Hoffnung, dass Europas Konjunkturmotor bald wieder anspringt. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer beschwor die Chance der deutschen Investitionen für die heimische Wirtschaft. Vom erhofften Wachstum ist derweilen wenig zu sehen.
Schätzung, in Euro, pro Wahlberechtigten
Österreich leistet sich im europäischen Vergleich die mit Abstand teuerste Parteienförderung.
Zahl der erstzugelassenen Studierenden an öffentlichen Universitäten in Österreich von 2003 bis 2025
In Österreich ist studieren praktisch kostenlos und für jeden zugänglich. Abgesehen vom überschaubaren Beitrag zur Hochschülervertretung von 26,20 Euro pro Semester tragen Studierende hierzulande so gut wie nichts zur Finanzierung ihrer Ausbildung bei.
Durchschnittliche Anzahl der Einwohner pro Bezugsperson von Mindestsicherung oder Sozialhilfe, im Jahr 2024
Österreichweit beziehen mehr als 200.000 Menschen Mindestsicherung. Wenig überraschend: In Wien ist die Dichte mit Abstand am höchsten.
Prognose des Bruttofinanzierungsbedarfs im Jahr 2036, in Prozent des BIP
Die Warnsignale für Österreichs Staatsfinanzen verdichten sich.
Die österreichischen Tariflöhne sind jenen der Eurozone in den vergangenen Jahren rasant davongezogen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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