Finanzminister Hartwig Löger hat allen Grund zur Freude. Denn die florierende Wirtschaft wirkt sich auch positiv auf die Staatskassa aus.
So wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres bereits Abgaben von fast 64 Milliarden Euro generiert. Im Jahresvergleich lagen die öffentlichen Einnahmen von Jänner bis September um 3,8 Prozent höher als im gleichen Zeitraum 2017. Besonders stark sind die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer (+722 Millionen Euro), der Lohnsteuer (+1.240 Millionen Euro), der Kapitalertragsteuer (+288 Millionen Euro) und der Umsatzsteuer (+861 Millionen Euro) gewachsen. Aufgrund des deutlichen konjunkturellen Rückenwinds ist es eigentlich ein Kunststück, das Nulldefizit nicht bereits heuer zu erreichen, wie wir von der Agenda Austria meinen.
Auszahlungen des Bundes in Prozent der Einnahmen
Der deutsche Kanzlerwechsel weckte speziell in Österreich die Hoffnung, dass Europas Konjunkturmotor bald wieder anspringt. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer beschwor die Chance der deutschen Investitionen für die heimische Wirtschaft. Vom erhofften Wachstum ist derweilen wenig zu sehen.
Einnahmen von Jänner bis Juni des jeweiligen Jahres (in Milliarden Euro) und die prozentuelle Veränderung zwischen 2019 und 2026
Im Finanzministerium hatte man im ersten Halbjahr wieder gute Laune.
Schätzung, in Euro, pro Wahlberechtigten
Österreich leistet sich im europäischen Vergleich die mit Abstand teuerste Parteienförderung.
Zahl der erstzugelassenen Studierenden an öffentlichen Universitäten in Österreich von 2003 bis 2025
In Österreich ist studieren praktisch kostenlos und für jeden zugänglich. Abgesehen vom überschaubaren Beitrag zur Hochschülervertretung von 26,20 Euro pro Semester tragen Studierende hierzulande so gut wie nichts zur Finanzierung ihrer Ausbildung bei.
Durchschnittliche Anzahl der Einwohner pro Bezugsperson von Mindestsicherung oder Sozialhilfe, im Jahr 2024
Österreichweit beziehen mehr als 200.000 Menschen Mindestsicherung. Wenig überraschend: In Wien ist die Dichte mit Abstand am höchsten.
Veränderung der Bundeseinnahmen sowie ausgewählter Ausgabenpositionen gegenüber 2025, in Milliarden
Über die nächsten Jahre sollen die Staatseinnahmen kräftig steigen. Klar, das Doppelbudget wird die Konsolidierung, anders als behauptet, ja auch vor allem auf der Einnahmenseite bemühen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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