Wenn Europa eine Schulklasse wäre, dann wäre Österreich der Schüler, der sich auf seinen guten Noten von früher ausruht.
Und das, obwohl auch die diesjährigen Wirtschaftsnobelpreisträger darauf hinweisen, dass eine Volkswirtschaft nur wächst, indem sie sich ständig erneuert. Neue, produktive Unternehmen drängen auf den Markt und verdrängen die alten, die sich auf den Lorbeeren vergangener Anstrengungen ausruhen. Die Statistik über die Gründungs- und Schließungsraten zeigt, dass dieser Prozess – die schöpferische Zerstörung – aktuell nirgendwo in der EU so schlecht funktioniert wie in Österreich.
Mehr dazu und wie wir die schöpferischen Kräfte wieder ertüchtigen können, lesen Sie in unserer aktuellen Publikation.
Die Krisenförderungen (Corona, Energie) laufen endlich aus. Das entlastet den Staatshaushalt – und am Ende die Steuerzahler. Nur: Selbst wenn die Sondertöpfe verschwinden, bleiben die direkten Förderungen deutlich über Vorkrisenniveau.
Österreich scheint derzeit die Speerspitze des europäischen Protektionismus zu bilden.
Seit Oktober diskutiert die Politik über eine Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel – und trotzdem ist man bis heute nicht einmal in der Lage, klar zu definieren, welche Produkte eigentlich günstiger werden sollen.
Die Regierung wird diese Woche ihre Industriestrategie präsentieren. Nach allem, was im Vorfeld zu hören war, dürfte sie recht blumig ausfallen.
Österreich leistet sich einen der teuersten Staaten in ganz Europa.
Die Wirtschaftsprognose der Europäischen Kommission sorgt kurz vor dem Jahreswechsel bei der Regierung für Euphorie: Die Krise ist hinter uns, wir befinden uns schon mitten im Aufschwung.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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