Kinder bringen Frauen in Teilzeit. So steigt die Teilzeitquote von Frauen mit der Geburt eines Kindes erheblich an, während der Anteil von Männern mit Kindern in Teilzeit sogar unter jenem von Kinderlosen liegt. Interessant ist aber auch, dass nahezu die Hälfte der kinderlosen Frauen zwischen 45 und 54 Jahren Teilzeit arbeitet, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt. Bei den Frauen zwischen 35 und 44 Jahren sind es knapp über 30 Prozent. Flächendeckende Kinderbetreuung allein dürfte also nicht die Lösung sein.
„Der österreichische Teilzeitboom gründet vor allem auf der hohen Steuer- und Abgabenlast auf Arbeit. Die Mehrbelastung trifft insbesondere den mittleren Einkommensbereich. In Kombination mit hohen zusätzlichen Betreuungskosten können sogar finanzielle Verluste aus einer Vollzeittätigkeit entstehen“, halten die Agenda-Austria-Ökonomen Carmen Treml und Dénes Kucsera fest. Verschiebungen bei den Tarifsteuersätzen oder ein Sonderabsetzbetrag für Vollzeitbeschäftigte wären wichtige politische Anreize, um Mehrarbeit attraktiver zu machen. Mehr dazu finden Sie in unserer neuen Publikation „Der Weltfrauentag. Die Teilzeitfalle schnappt zu“.
Sozialhilfe soll Menschen in schwierigen Situationen auffangen. Sie darf aber keine längerfristige Alternative zur Erwerbsarbeit werden. Deshalb ist es richtig, staatliche Unterstützung stärker an Eigeninitiative, Integration und Arbeitswillen zu knüpfen.
Beschäftigungsquote der 60- bis 64-Jährigen in Österreich, in Prozent
ÖGB und AK haben eine super Idee: Bestrafen wir doch Unternehmen dafür, wenn sie zu viele junge Leute beschäftigen!
Staatsausgaben in Prozent des BIP, Veränderung von 2019 bis 2026
Die Krisen der vergangenen Jahre haben in ganz Europa die Staatsausgaben nach oben getrieben. Nur sind sie in fast allen Ländern wieder in Richtung Vorkrisenniveau gesunken. Nicht so in Österreich.
Rang Österreichs unter den EU-27 bei der Arbeitslosenquote (1 = niedrigste Quote); grau: Quote in Prozent
Vor nicht allzu langer Zeit war Österreich bei der Arbeitslosigkeit die Nummer eins in der EU. 2011 hatte kein Land eine niedrigere Quote als wir. Heute reicht es nur noch für Platz 15.
Pensionisten, öffentlich Bedienstete und Sozialleistungsbezieher je Erwerbstätigem in der Privatwirtschaft
Österreich hat die Schallmauer durchbrochen.
Einkommen österreichischer Pensionisten im EU-Vergleich mit Erwerbstätigen
Irgendwann schlage die Mathematik die Ideologie, sagte AMS-Chef Johannes Kopf zuletzt in der ORF-„Pressestunde“ und sprach sich für ein höheres Pensionsantrittsalter aus.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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