Die Belastung der österreichischen Arbeitnehmer liegt im europäischen Spitzenfeld. Jeder netto verdiente Euro wird mit 89 Cent Steuern und Abgaben belastet.
Die Belastung durch Steuern und Abgaben ist nur in wenigen Ländern höher als in Österreich. Trotz der Steuerreform 2016 liegt der österreichische Durchschnittsverdiener bei der Belastung des Faktors Arbeit im obersten Bereich. Mit anderen Worten: Gemessen an den Arbeitskosten verdienen die Arbeitnehmer nur in sechs Ländern netto weniger als in Österreich. Wie unsere Grafik zeigt, tragen die österreichischen Arbeitnehmer über die gesamten Lohnnebenkosten nämlich deutlich mehr an Sozialabgaben und Steuern bei, als auf den Lohnzetteln aufscheint.
Jahrelang profitierte Österreich von der Niedrigzinsphase. Trotz rasant steigender Staatsschulden blieben die Kosten für deren Finanzierung überschaubar. Doch diese Zeit ist vorbei.
Dass der Staat seine Budgetprobleme primär auf der Ausgabenseite lösen muss, liegt auf der Hand.
Die Diskussion rund um die Kürzungen der Universitätsbudgets ab 2028 sorgt derzeit für große Aufregung. Dabei wird jedoch oft übersehen, dass das aktuelle Budget für die Jahre 2025 bis 2027 bereits deutlich erhöht wurde.
Österreich zählt im europäischen Vergleich weiter zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern. Während viele EU-Staaten ihr reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seit 2019 deutlich steigern konnten, zeigt sich für Österreich im Zeitraum 2019 bis 2027 eine hartnäckige Stagnation.
Die Einnahmen aus den wichtigsten Steuern gehen in Österreich trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiterhin steil nach oben.
Wer sich im Winterurlaub in die langen Schlangen der Skilifte einreihen musste, konnte den Eindruck gewinnen, dass der österreichische Tourismus wieder so richtig brumme. Doch der Schein trügt.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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