Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Preiseingriffen versucht, die Teuerung zu dämpfen. Von Preisbremsen bis hin zu Eingriffen in einzelne Märkte.
Am grundlegenden Problem hat das wenig geändert: Österreich ist im Vergleich zur Eurozone in den letzten Jahren deutlich teurer geworden, wie unsere Grafik zeigt.
Zwischen 2019 und 2021 bewegte sich Österreichs Preisniveau noch relativ ähnlich wie der Durchschnitt der Eurozone. Danach öffnete sich die Schere deutlich. Unter der Regierung Nehammer stieg der Abstand auf rund sechs Prozentpunkte. Auch unter der Dreierkoalition setzte sich die Entwicklung zunächst fort: Zeitweise stieg der Abstand auf mehr als acht Prozentpunkte; aktuell sind wir noch immer bei rund 6,5 Prozentpunkten und damit in etwa auf dem Niveau zu Beginn der Legislaturperiode. Seit 2019 sind die Preise in Österreich damit um 33,3 Prozent gestiegen; im Euroraum waren es nur 26,8 Prozent. „Staatliche Preiseingriffe können die Symptome der Teuerung kurzfristig abfedern, lösen aber nicht die Ursachen. Wer Österreich dauerhaft wieder günstiger machen will, muss bei den strukturellen Problemen ansetzen: Zu hohe Staatsausgaben bei zu hohen Steuern und Abgaben und zu wenig Angebot bei hohen Lohnnebenkosten, schwachem Wettbewerb und überbordender Regulierung“, sagt Ökonom Hanno Lorenz.
Das Liniendiagramm „Trotz Preiseingriffen: Preisabstand bleibt auf hohem Niveau” zeigt den Abstand der kumulierten Inflation Österreichs zur Eurozone seit 2019 in Prozentpunkten, monatlich von 2020 bis Mitte 2026.
Die Linie liegt 2020/21 meist zwischen 0 und 2 Prozentpunkten. Ab 2022 (Beginn Regierung Nehammer) steigt sie schrittweise auf rund 4 Anfang 2023, erreicht Anfang 2024 einen Zwischenhöhepunkt von etwa 6, fällt bis Mitte 2024 auf rund 4 zurück und steigt dann steil auf rund 7,4 Anfang 2025 (Beginn Regierung Stocker). Danach schwankt sie zwischen etwa 6,6 und 7, erreicht 2026 einen Höchststand von rund 8,3 und fällt zuletzt auf rund 6,5.
Niemand sollte sich wundern, dass es in Österreich steigenden Wohnungsmangel gibt.
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Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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