In keinem anderen EU-Land diesseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs gehört ein so hoher Anteil der Wirtschaft der öffentlichen Hand wie in Österreich.
Fünftel der Marktkapitalisierung ist unter staatlicher Kontrolle. Immerhin weniger als im chinesischen Staatskapitalismus, aber fast so viel wie im chronisch etatistisch geführten Argentinien.
Vor Österreich liegen fast nur ehemalige Ostblockländer, die in puncto Privatisierung noch Nachholbedarf haben, oder solche, an denen wir uns aus naheliegenden Gründen kein Vorbild nehmen sollten, wie Saudi-Arabien oder Kolumbien. In vergleichbaren EU-15 Ländern stehen meist weit weniger als zehn Prozent der Marktkapitalisierung unter staatlicher Kontrolle.
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Das Beteiligungsportfolio des Bundes ist gewaltig.
Über 5.600 Unternehmen werden in Österreich von der öffentlichen Hand kontrolliert.
Die ÖBAG liefert dem Bund Jahr für Jahr hohe Dividenden – auf den ersten Blick klingt das nach guten Nachrichten.
Das Portfolio der ÖBAG war Ende 2025 rund 30 Milliarden Euro wert.
Ist das Budget knapp, sprießen Ideen für neue oder noch höhere Steuern aus dem Boden wie Unkraut.
Glaubt man der stark aufgestockten PR-Abteilung der Bundesregierung, dann geht es Österreich prächtig.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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