Es gibt keinen “easy fix” für den Österreich-Aufschlag. Der Verdacht liegt nahe, dass eine Kombination aus hoher Filialdichte und Arbeitskosten sowie territorialen Restriktionen für die höheren Lebensmittelpreise verantwortlich ist.
Die geringe Wettbewerbsintensität trägt sicher auch ihren Teil zu den höheren Preisen bei, ist allerdings kein österreichisches Alleinstellungsmerkmal. Denn in den meisten europäischen Ländern (inkl. Deutschland) teilen sich drei bis vier Big Player den Markt.
“Den Österreich-Aufschlag beseitigen zu wollen, ist schön und gut. Doch die Forderung von Bundeskanzler Christian Stocker ist reichlich unterkomplex”, sagt Ökonom Jan Kluge. “Es geht darum, komplizierte Regeln im europäischen Binnenmarkt zu überarbeiten.”
Zusammengefasst: Für den Österreich-Aufschlag gibt es keine schnelle oder gar einfache Lösung. Kluge: “Mal eben bei der EU-Kommission anzurufen und mit einem Beitragsrabatt zu drohen, grenzt an Populismus.”
Die Krisenförderungen (Corona, Energie) laufen endlich aus. Das entlastet den Staatshaushalt – und am Ende die Steuerzahler. Nur: Selbst wenn die Sondertöpfe verschwinden, bleiben die direkten Förderungen deutlich über Vorkrisenniveau.
Österreich scheint derzeit die Speerspitze des europäischen Protektionismus zu bilden.
Seit Oktober diskutiert die Politik über eine Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel – und trotzdem ist man bis heute nicht einmal in der Lage, klar zu definieren, welche Produkte eigentlich günstiger werden sollen.
Die Regierung wird diese Woche ihre Industriestrategie präsentieren. Nach allem, was im Vorfeld zu hören war, dürfte sie recht blumig ausfallen.
Österreich leistet sich einen der teuersten Staaten in ganz Europa.
Die Wirtschaftsprognose der Europäischen Kommission sorgt kurz vor dem Jahreswechsel bei der Regierung für Euphorie: Die Krise ist hinter uns, wir befinden uns schon mitten im Aufschwung.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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