Unselbstständig Erwerbstätige machen in Österreich keine großen Sprünge. Ab einem Bruttojahreseinkommen von rund 45.600 Euro zählt man laut Berechnungen der Agenda Austria in Österreich zum obersten Viertel der Einkommensbezieher. Diese Gruppe bezahlt drei Viertel der Lohnsteuer.
„Diese Personengruppe wird durch die Steuerreform jetzt zumindest ein bisschen entlastet“, sagt Agenda Austria-Leiter Franz Schellhorn. Dabei hat die politische Debatte in den letzten Jahren absurde Züge angenommen. So wurde häufig moniert, dass geringe Einkommen nicht genügend entlastet würden. „Das liegt freilich daran, dass diese gar keine Lohnsteuer zahlen und folglich nicht von der kalten Progression betroffen sind“, so Schellhorn. Eine Tarifreform entlastet Pensionisten stärker als Arbeitnehmer, da diese stärker durch die Lohnsteuer betroffen sind. Gleiches gilt bei der Geschlechterbetrachtung. Männer verdienen im Schnitt mehr als Frauen und zahlen daher eine höhere Lohnsteuer. Im Zuge der Reform profitieren sie daher auch stärker. Schellhorn dazu: „Statt an einer geschlechtsspezifischen Steuerreform zu schrauben, sollte sich die Politik aber besser über die Ursachen der unterschiedlichen Einkommen Gedanken machen, die zu einem großen Teil auf Mutterschaft und in der weiteren Folge auf Teilzeitbeschäftigung zurückzuführen sind.“
Aktuell ringen die Koalitionsparteien um die Fixierung des Doppelbudgets für 2027/28. Nachdem die leicht erreichbaren Früchte bereits im letzten Budget geerntet wurden, wird es nun immer schwieriger, Kosten rauszunehmen.
Würde Österreich so besteuern wie Dänemark, könnten einem durchschnittlichen Arbeitnehmer jeden Monat mehr als 500 Euro mehr am Konto bleiben.
Die Gesundheitsausgaben sind einer der großen Ausgabentreiber im österreichischen Staatshaushalt. Demografie, neue Entwicklungen, aber auch die hohe Nachfrage nach Gesundheitsleistungen im Land schrauben die Kosten immer höher.
Die Verschuldung in Österreich steigt und steigt. Vor einem Jahrzehnt lagen die Schulden noch bei rund 34.000 Euro pro Kopf, heute sind es österreichweit bereits deutlich über 45.000 Euro.
Die Verrenkungen, die die Regierung unternehmen muss, um uns um ein paar Cent zu entlasten, werden immer abenteuerlicher.
Hätten wir doch nur die Energiewende stärker vorangetrieben! So oder so ähnlich schallt es im Zuge der abermaligen Energiekrise aus aller Munde.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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