Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in Österreich kostet derzeit 44,50 Euro pro Stunde. Durch das sture Festhalten an der Benya-Formel liegen wir damit inzwischen im europäischen Spitzenfeld.
Wenn der Durchschnittsösterreicher aber einen Blick auf seinen Lohnzettel wirft, dann findet er dort einen viel geringeren Nettobetrag vor. Die Arbeitskosten umfassen nämlich Dienstgeberbeiträge zur Sozialversicherung, Beiträge zum Familienlastenausgleichsfonds, Kommunalsteuer und so weiter. Da sich die Arbeitsproduktivität nur noch schleppend entwickelt, wird es für Arbeitsnehmer immer schwieriger werden, pro Stunde 44,50 Euro und mehr wert zu sein.
Mehr dazu und warum zu hohe Arbeitskosten Gift für unseren Standort sind, können Sie in unserer Publikation nachlesen.
Auf der österreichischen Regierungsbank werden täglich neue Ideen gewälzt, wie den Beschäftigten noch mehr Geld aus der Tasche gezogen werden könnte.
Die Krisenförderungen (Corona, Energie) laufen endlich aus. Das entlastet den Staatshaushalt – und am Ende die Steuerzahler. Nur: Selbst wenn die Sondertöpfe verschwinden, bleiben die direkten Förderungen deutlich über Vorkrisenniveau.
Österreich scheint derzeit die Speerspitze des europäischen Protektionismus zu bilden.
Seit Oktober diskutiert die Politik über eine Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel – und trotzdem ist man bis heute nicht einmal in der Lage, klar zu definieren, welche Produkte eigentlich günstiger werden sollen.
Die Regierung wird diese Woche ihre Industriestrategie präsentieren. Nach allem, was im Vorfeld zu hören war, dürfte sie recht blumig ausfallen.
Österreich leistet sich einen der teuersten Staaten in ganz Europa.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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