Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in Österreich kostet derzeit 44,50 Euro pro Stunde. Durch das sture Festhalten an der Benya-Formel liegen wir damit inzwischen im europäischen Spitzenfeld.
Wenn der Durchschnittsösterreicher aber einen Blick auf seinen Lohnzettel wirft, dann findet er dort einen viel geringeren Nettobetrag vor. Die Arbeitskosten umfassen nämlich Dienstgeberbeiträge zur Sozialversicherung, Beiträge zum Familienlastenausgleichsfonds, Kommunalsteuer und so weiter. Da sich die Arbeitsproduktivität nur noch schleppend entwickelt, wird es für Arbeitsnehmer immer schwieriger werden, pro Stunde 44,50 Euro und mehr wert zu sein.
Mehr dazu und warum zu hohe Arbeitskosten Gift für unseren Standort sind, können Sie in unserer Publikation nachlesen.
Österreich leistet sich einen der teuersten Staaten in ganz Europa.
Die Wirtschaftsprognose der Europäischen Kommission sorgt kurz vor dem Jahreswechsel bei der Regierung für Euphorie: Die Krise ist hinter uns, wir befinden uns schon mitten im Aufschwung.
Österreich zählt in der EU zur Spitzengruppe jener Länder, in denen sich die Menschen stark auf staatliche Pensionen verlassen – nur Finnland ist noch abhängiger von der öffentlichen Hand. Private Vorsorge und Kapitalerträge spielen hierzulande dagegen eine kleine Rolle.
Unselbstständig Erwerbstätige haben in Österreich finanziell wenig Spielraum, weil der Staat einen Großteil ihrer Einkommen durch Steuern und Abgaben abstaubt.
Nur 12,7 % der ersten erteilten Aufenthaltstitel entfallen auf Beschäftigung – einer der niedrigsten Werte in der EU.
Ohne Staatskonsum wäre Österreichs Wirtschaft seit 2019 auf der Stelle getreten – das BIP ohne Staatskonsum dümpelt weiterhin auf dem Vorkrisen-Niveau.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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