Seit 2008 ist das reale BIP pro Kopf in Österreich um gut 4 % gewachsen, die realen staatlichen Altersausgaben pro Kopf um fast 30 %. Von jedem zusätzlichen Euro Wirtschaftsleistung pro Kopf gingen damit rechnerisch 79 Cent in höhere Pensionen, Pflege und andere Altersleistungen.
Und die demographische Schieflage wird sich noch weiter verschärfen. Immer mehr Pensionisten mit einer immer längeren Lebenserwartung stehen einer arbeitenden Bevölkerung gegenüber, die seit Jahren nicht mehr produktiver wird. Ein Staat ist kein Altersheim, das Wirtschaftswachstum muss allen zugutekommen. Gerade im Pensionssystem ist also unbedingt Sparen angesagt, vor allem durch ein höheres Antrittsalter. Gleichzeit muss auch das Wachstum dringend wieder an Fahrt gewinnen: durch einen schlankeren Staat, weniger Regulierung und wettbewerbsfähige Besteuerung.
Quellen: Agenda Austria, Eurostat (Staatsausgaben nach Aufgabenbereichen, COFOG). Dargestellt ist, welcher Anteil des Zuwachses beim realen Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zwischen 2008 und 2024 auf den Anstieg der realen staatlichen Altersausgaben pro Kopf entfällt, in Prozent. Als Altersausgaben gelten die Staatsausgaben für die Funktion „Alter“ nach der Classification of the Functions of Government (COFOG), vor allem Pensionen. Für die Berechnung wird der Anstieg der realen Altersausgaben pro Kopf durch den Anstieg des realen BIP pro Kopf im selben Zeitraum geteilt. Länder mit negativem realem BIP-Wachstum pro Kopf (Finnland, Luxemburg, Griechenland) sind nicht enthalten. Die Slowakei fehlt ebenfalls, weil für 2008 und 2009 keine Daten zu den Altersausgaben vorliegen.
Die Grafik zeigt in einem Balkendiagramm für 23 EU-Länder, welcher Anteil des Zuwachses beim realen Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von 2008 bis 2024 in zusätzliche staatliche Altersausgaben floss, in Prozent. Altersausgaben sind Staatsausgaben für die Funktion „Alter“, vor allem Pensionen. Österreich liegt mit 78,6 Prozent an der Spitze, gefolgt von Spanien (60,6) und Italien (47,7). Danach kommen Belgien (33,8), Frankreich (27,2), Portugal (21,7) und Zypern (18,9). Im Mittelfeld liegen Lettland (17,0), Tschechien (16,7), Bulgarien (16,3), Slowenien (15,9), Schweden (15,8), Estland (15,6), Deutschland (14,6), Rumänien (13,6), die Niederlande (13,2), Polen (12,9), Dänemark (12,4) und Kroatien (10,3). Die niedrigsten Werte haben Litauen (9,0), Ungarn (5,8), Malta (3,9) und Irland (0,6). Finnland, Luxemburg, Griechenland und die Slowakei sind nicht enthalten.
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Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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