Foto: © Roman Stetsyk / Fotolia.com
Die hohe Arbeitslosigkeit ist ein zentrales Problem. Die erneuerte Koalition sollte sich am erfolgreichen Nachbarn Deutschland orientieren, um wieder mehr Menschen zu Jobs zu verhelfen.
Vor zehn Jahren wurde Österreich wegen seiner niedrigen Arbeitslosigkeit gefeiert, während in Deutschland gleichzeitig mehr als fünf Millionen Menschen ohne Job waren. Heute ist die Lage umgekehrt: Im zehnmal kleineren Österreich wurden zu Jahresbeginn knapp 500.000 Arbeitslose gezählt, also im Verhältnis etwa so viele wie einst in Deutschland. Dort hat sich die Zahl seither hingegen halbiert. Das wirft die Frage auf: Was könnte Österreichs neues Regierungsteam aus diesem Erfolg der Nachbarn lernen?
Die dort gute Entwicklung wird hierzulande gern damit erklärt, dass die Bevölkerung in Deutschland schrumpfe, bei uns aber wachse – auch weil so viele Menschen aus Osteuropa zuwandern. Allerdings ist auch in Deutschland die Zahl jener Personen gestiegen, die einen Job haben oder einen haben wollen – die sogenannte Erwerbsbevölkerung. Zuletzt 2016, da nahm die Erwerbsbevölkerung in Deutschland sogar stärker zu als in Österreich. Trotzdem sank die deutsche Arbeitslosenrate, während sie bei uns nach oben ging.

Das ist möglich, weil in Deutschland die “Neuankömmlinge” einfach öfter einen Job gefunden bzw. eine offene Stelle auch angenommen haben. Was kann sich Österreich also vom Nachbarland abschauen?
Es gäbe also einiges zu tun!
Erwerbspersonen in Prozent der Bevölkerung, nach Alter, im Jahr 2024
Mit 62 in den Ruhestand, mit 65 kommt der Anreiz. Die von der Dreierkoalition eingeführte Aktivpension ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Anteil der 15- bis 29-Jährigen, die weder erwerbstätig noch in Aus- oder Weiterbildung sind, in Prozent
Lange stand Österreich hier deutlich besser da als der Rest der EU.
Vor zwanzig Jahren war nur jeder vierte Krankenstand in Österreich nach spätestens drei Tagen vorbei. Mittlerweile trifft das auf fast jeden zweiten Fall zu.
Die alte Bildungskarenz wurde dafür nicht repariert. Sie wurde eingestellt, ein neues Modell kam an ihre Stelle.
reale Unternehmensinvestitionen, Index (2019 = 100)
Die Pandemie ist lange vorbei, die heimische Investitionsschwäche nicht. Real investieren Österreichs Unternehmen heuer um sechs Prozent weniger als 2019. In den USA liegen die Investitionen um 26 Prozent über dem Vorkrisenniveau, in Italien um 29 Prozent, im Vereinigten Königreich um 11 Prozent. Selbst die EU hat den Rückstand aufgeholt. Schw
Vergleich der österreichischen (IESG) und deutschen (SGB III/InsO) Regelung
Der Insolvenz-Entgelt-Fonds steht auf finanziell wackeligen Beinen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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