Politiker neigen dazu, die Vorteile von Mindestlöhnen zu idealisieren, die negativen Folgen aber zu verschweigen. Abgesehen davon, dass hierzulande auf Basis der Kollektivverträge bereits ein komplexes Mindestlohnsystem existiert, schafft ein Mindestlohn für alle mehr Probleme, als er löst. Er ist zu starr, weshalb auf Krisen-Zeiten nicht reagiert werden kann. Zudem sollten wir Löhne grundsätzlich nicht von der Politik festlegen lassen, sondern von den Sozialpartnern, idealerweise sollten sie auf Betriebsebene fixiert werden. Zusätzlich würde die geforderte Steuerbefreiung für Einkommen unter 1.700 Euro brutto pro Monat zur Teilzeitfalle werden. Viele, die in dieser Einkommenshöhe liegen, würden nicht auf Vollzeit aufstocken, weil ihnen netto kaum mehr übrigbliebe. Besonders für erwerbstätige Frauen ist Teilzeit-Arbeit eine große Gefahr, sie leiden später unter zu niedrigen Pensionen. Nicht zuletzt würde ein Mindestlohn in dieser Höhe in einigen Branchen Arbeitsplätze kosten und die Arbeitslosigkeit steigen lassen. Wer armutsgefährdete Haushalte unterstützen will, tritt besser für die Senkung der Arbeitskosten ein.
Kommentar von Monika Köppl-Turyna in der “Ganze Woche”.
In weiten Teilen der Sozialdemokratie wächst die Überzeugung, die Höchstbeitragsgrundlage bei den Krankenkassen zu streichen. Die Idee hinter dem sperrigen Begriff: Wer mehr verdient, muss keine zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträge bezahlen.
Es ist absolut richtig, dass Familien mit wenig Einkommen Unterstützung brauchen. Niemand stellt infrage, dass der Sozialstaat denen helfen soll, die es schwer haben. Doch unsere neue Grafik zeigt ein Problem, das immer offensichtlicher wird.
„Wir haben die höchsten Staatsausgaben der Geschichte – und landen im Wachstumskeller", sagt Franz Schellhorn im Podcast „Das Weekly - Make Austria Think Again."
Ab 2026 erhöht die Stadt Wien den Wohnbauförderungsbeitrag von derzeit 0,5 auf 0,75 Prozent des Bruttolohns, was Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen betrifft und rund 190 Millionen Euro zusätzlich ins Stadtbudget bringen soll.
Überraschend schnell einigten sich die Metaller vergangene Woche auf eine Lohnerhöhung deutlich unterhalb der Inflationsrate. Was bedeutet das für die öffentlich Bediensteten, die diese Woche neu verhandeln?
In den letzten Jahren hat man in Wien zwar kräftig Beamte abgebaut, doch die Zahl der Vertragsbediensteten hat sich seit 2008 mehr als verdoppelt, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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