Politiker neigen dazu, die Vorteile von Mindestlöhnen zu idealisieren, die negativen Folgen aber zu verschweigen. Abgesehen davon, dass hierzulande auf Basis der Kollektivverträge bereits ein komplexes Mindestlohnsystem existiert, schafft ein Mindestlohn für alle mehr Probleme, als er löst. Er ist zu starr, weshalb auf Krisen-Zeiten nicht reagiert werden kann. Zudem sollten wir Löhne grundsätzlich nicht von der Politik festlegen lassen, sondern von den Sozialpartnern, idealerweise sollten sie auf Betriebsebene fixiert werden. Zusätzlich würde die geforderte Steuerbefreiung für Einkommen unter 1.700 Euro brutto pro Monat zur Teilzeitfalle werden. Viele, die in dieser Einkommenshöhe liegen, würden nicht auf Vollzeit aufstocken, weil ihnen netto kaum mehr übrigbliebe. Besonders für erwerbstätige Frauen ist Teilzeit-Arbeit eine große Gefahr, sie leiden später unter zu niedrigen Pensionen. Nicht zuletzt würde ein Mindestlohn in dieser Höhe in einigen Branchen Arbeitsplätze kosten und die Arbeitslosigkeit steigen lassen. Wer armutsgefährdete Haushalte unterstützen will, tritt besser für die Senkung der Arbeitskosten ein.
Kommentar von Monika Köppl-Turyna in der “Ganze Woche”.
in Tauden Bezugspersonen, Jahresdurchschnitt 2024
149.200 Menschen haben in Wien 2024 im Schnitt Mindestsicherung bezogen. Ein gutes soziales Netz kann sich Österreich leisten – und sollte es auch. Aber ein Sozialsystem, das auszahlt, ohne dass genug Beschäftigte einzahlen, ist kein starkes, sondern ein teures System. Der Blick auf die Herkunft zeigt vor allem eines: 86.700 Bezieher kommen aus
Durchschnittliche Anzahl der Einwohner pro Bezugsperson von Mindestsicherung oder Sozialhilfe, im Jahr 2024
Österreichweit beziehen mehr als 200.000 Menschen Mindestsicherung. Wenig überraschend: In Wien ist die Dichte mit Abstand am höchsten.
Die österreichischen Tariflöhne sind jenen der Eurozone in den vergangenen Jahren rasant davongezogen.
Bis 7. Juni 2026 muss Österreich die EU-Entgelttransparenzrichtlinie umsetzen, sonst droht ein Vertragsverletzungsverfahren. Ein Gesetz war für das erste Quartal angekündigt.
In der politischen Debatte wird gerne behauptet, dass vor allem die Unternehmen von der wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahre überdurchschnittlich stark profitiert hätten. Das gilt vor allem für die Phase hoher Inflation, wer erinnert sich nicht an den Begriff der „Gierflation“, die von linken Lobbygruppen in die Welt gesetzt wu
In weiten Teilen der Sozialdemokratie wächst die Überzeugung, die Höchstbeitragsgrundlage bei den Krankenkassen zu streichen. Die Idee hinter dem sperrigen Begriff: Wer mehr verdient, muss keine zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträge bezahlen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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