Politiker neigen dazu, die Vorteile von Mindestlöhnen zu idealisieren, die negativen Folgen aber zu verschweigen. Abgesehen davon, dass hierzulande auf Basis der Kollektivverträge bereits ein komplexes Mindestlohnsystem existiert, schafft ein Mindestlohn für alle mehr Probleme, als er löst. Er ist zu starr, weshalb auf Krisen-Zeiten nicht reagiert werden kann. Zudem sollten wir Löhne grundsätzlich nicht von der Politik festlegen lassen, sondern von den Sozialpartnern, idealerweise sollten sie auf Betriebsebene fixiert werden. Zusätzlich würde die geforderte Steuerbefreiung für Einkommen unter 1.700 Euro brutto pro Monat zur Teilzeitfalle werden. Viele, die in dieser Einkommenshöhe liegen, würden nicht auf Vollzeit aufstocken, weil ihnen netto kaum mehr übrigbliebe. Besonders für erwerbstätige Frauen ist Teilzeit-Arbeit eine große Gefahr, sie leiden später unter zu niedrigen Pensionen. Nicht zuletzt würde ein Mindestlohn in dieser Höhe in einigen Branchen Arbeitsplätze kosten und die Arbeitslosigkeit steigen lassen. Wer armutsgefährdete Haushalte unterstützen will, tritt besser für die Senkung der Arbeitskosten ein.
Kommentar von Monika Köppl-Turyna in der “Ganze Woche”.
Die alte Bildungskarenz wurde dafür nicht repariert. Sie wurde eingestellt, ein neues Modell kam an ihre Stelle.
Bis 2050 wird es in Österreich rund eine Million mehr Menschen über 65 geben als noch 2021.
Der Innenpolitikchef des profil rät der VOLKSPARTEI zu einem Linkskurs, um enttäuschte Wähler von der FPÖ zurückzuholen. Eine originelle These. Nur leider die falsche.
Entwicklung der Sozialausgaben, in Prozent des BIP
Die Sozialquote ist zur Hälfte eine Pensionsquote.
Sozialleistungsausgaben, in Prozent des BIP
Jeder dritte Euro, der in Österreich erwirtschaftet wird, fließt mittlerweile in Sozialleistungsausgaben.
Es gibt politische Tabus, die so lange unantastbar scheinen, bis sie von der Realität eingeholt werden. So ein Tabu ist das österreichische Pensionsantrittsalter. Wir leisten uns bekanntlich ein Pensionssystem, das im internationalen Vergleich hohe Leistungen mit einem niedrigen Antrittsalter verbindet.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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