So ist das mit Anlassgesetzgebung. Wenn es schnell gehen muss, dann sieht man vor lauter Anlass das große Ganze kaum. Und tatsächlich wird vor allem um den freien Karfreitag gestritten, der jetzt doch kein halber, sondern maximal ein persönlicher Feiertag wird.
So chaotisch die Präsentation und so unbefriedigend die Lösung für die evangelischen und altkatholischen Gläubigen auch ist, so sehr dürfte ein „persönlicher Feiertag“ das Gebot der Stunde sein. In einem Land mit immer mehr konfessionslosen oder andersgläubigen Menschen wirkt die große Zahl christlicher Feiertage aus der Zeit gefallen, selbst wenn sich mittlerweile auch gestandene Gewerkschafter aufs Konkordat berufen.
Dass Österreich zu wenige freie Tage hätte, ist sicherlich nicht das Problem. Österreich liegt im Spitzenfeld, mit 13 gesetzlichen Feiertagen und dazu noch mindestens 25 Urlaubstagen pro Jahr, je nach Kollektivvertrag auch mehr. Die Probleme der Karfreitagslösung sind und bleiben die vielen offenen Fragen – und die großen, nicht angesprochenen Themen. Selbst wenn man das EuGH-Urteil zur Gleichstellung der Religionsgemeinschaften umsetzt, gibt es dennoch Privilegien. Das wissen alle Eltern mit schulpflichtigen Kindern, die mit ihrem Urlaubsplan angesichts der vielen schulfreien Tage immer ins Straucheln kommen. Das wissen auch die Beamten und Mitarbeiter in Parteien, die am Karfreitag nur bis 12 Uhr oder gar nicht arbeiten müssen. Dazu hat der EuGH aber noch nichts gesagt.
Lukas Sustalas zweiwöchige Kolumne im Kurier: Pro und Contra mit Agnes Streissler-Führer (01.03.2019).
Verteilung des Bruttoinlandsprodukts von 2016 bis 2026, quartalsweise, in Milliarden Euro, in Österreich
Wer behauptet, in Österreich käme vom wirtschaftlichen Erfolg nur wenig bei den Arbeitnehmern an, sollte einen Blick auf die Zahlen werfen. Seite 2015 ist die Lohnsumme stärker gestiegen als die Wirtschaftsleistung insgesamt; auch deshalb, weil die Beschäftigten seit Beginn der Inflationskrise kräftige Einkommenszuwächse erzielt haben.
Die EU verspricht Gehaltstransparenz und bringt ein Bürokratiemonster dafür in Stellung. Wer Lohnunterschiede wirklich abbauen will, muss die erklärbaren Ursachen angehen.
Unter der Klimaanlagendebatte der letzten Wochen schlummert ein größeres Problem. Wenn es heiß ist, hat der Klimadiskurs Hochkonjunktur. Das war schon immer so. Doch während der ersten Hitzewelle des Jahres war etwas neu: Nicht die Klimaziele standen plötzlich im Vordergrund, sondern die Anpassung an die Erderwärmung. Bei 40 Grad im Schatten
In den USA hat eine breite Mehrheit der Unter-30-Jährigen einen guten Eindruck vom Sozialismus. Wie es so weit kommen konnte und was dagegen hilft.
Die Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel ist von A bis Z ein Desaster. Mit einer Steuersenkung so viel politisches Porzellan zu zerschlagen, will gelernt sein.
„Das Blöde ist, dass all diesen KI-gestützten Lösungen halt irgendwo der moralische Kompass fehlt." – Andreas Grassl
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
Lernen Sie uns kennenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen