Ohne Staatskonsum wäre Österreichs Wirtschaft seit 2019 auf der Stelle getreten – das BIP ohne Staatskonsum dümpelt weiterhin auf dem Vorkrisen-Niveau.
Zwar rechnen Wifo und IHS für 2026 mit einem moderaten Wachstum um knapp über 1 % und sprechen von Licht am Ende des Tunnels, doch angesichts der anhaltend hohen Staatsausgaben und der schwachen privaten Dynamik, sind diese Prognosen eher optimistisch. “Wenn man lang genug im Dunkeln tappt, dann wirkt auch schon das kleinste Lichtflackern wie ein Konjunkturfeuerwerk”, sagt Agenda Austria-Ökonom Jan Kluge.
Große Reformen, die endlich zu einer Entlastung des Standorts und der Bürger beitragen würden, sind weiterhin nicht in Sicht.
Auf der österreichischen Regierungsbank werden täglich neue Ideen gewälzt, wie den Beschäftigten noch mehr Geld aus der Tasche gezogen werden könnte.
Die Krisenförderungen (Corona, Energie) laufen endlich aus. Das entlastet den Staatshaushalt – und am Ende die Steuerzahler. Nur: Selbst wenn die Sondertöpfe verschwinden, bleiben die direkten Förderungen deutlich über Vorkrisenniveau.
Österreich scheint derzeit die Speerspitze des europäischen Protektionismus zu bilden.
Seit Oktober diskutiert die Politik über eine Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel – und trotzdem ist man bis heute nicht einmal in der Lage, klar zu definieren, welche Produkte eigentlich günstiger werden sollen.
Die Regierung wird diese Woche ihre Industriestrategie präsentieren. Nach allem, was im Vorfeld zu hören war, dürfte sie recht blumig ausfallen.
Österreich leistet sich einen der teuersten Staaten in ganz Europa.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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