Wer heute 10.000 Euro in Aktien anlegt und sie 30 Jahre liegen lässt, zahlt in Österreich bei einer jährlichen Rendite von sechs Prozent am Ende rund 13.000 Euro Steuer auf den Kursgewinn. In neun OECD-Ländern wären es null Euro.
Darunter sind mit der Schweiz, Tschechien, der Slowakei und Slowenien gleich vier unserer Nachbarn.
Das war nicht immer so. Bis 2011 waren Kursgewinne aus Aktien auch in Österreich nach einem Jahr steuerfrei. Seither macht es keinen Unterschied, ob jemand drei Tage oder drei Jahrzehnte investiert bleibt. Andere Länder belohnen bewusst die Geduld. In Tschechien sind Aktiengewinne nach drei Jahren steuerfrei, in der Slowakei schon nach einem Jahr. Slowenien senkt den Steuersatz alle fünf Jahre und stellt Kursgewinne nach 15 Jahren ganz steuerfrei.
Im aktuellen Steuerwettbewerbsindex der Tax Foundation landet Österreich bei der Besteuerung von Kursgewinnen und Dividenden deshalb nur auf Platz 25 von 38. Unser Ökonom Hanno Lorenz plädiert für eine Behaltefrist, nach der Kursgewinne steuerfrei sind. Das wäre der einfachste Weg, die private Altersvorsorge zu stärken, ohne neue Förderbürokratie aufzubauen.
Quellen: Agenda Austria, Tax Foundation (International Tax Competitiveness Index 2026).
Dargestellt ist die Steuer, die in den 38 OECD-Ländern auf den Kursgewinn einer Aktienanlage von 10.000 Euro anfällt, wenn sie 30 Jahre gehalten und dann verkauft wird, in Euro, Stand 2026. Angenommen ist ein Kursgewinn von sechs Prozent pro Jahr. Daraus ergibt sich nach 30 Jahren ein Kursgewinn von rund 47.400 Euro. Diesen Gewinn multiplizieren wir mit dem Steuersatz auf Kursgewinne, den die Tax Foundation für das jeweilige Land ausweist. Die Ergebnisse sind auf 100 Euro gerundet. Freibeträge, Dividenden und steuerlich begünstigte Sonderkonten oder Vorsorgedepots bleiben unberücksichtigt.
Die Grafik zeigt in einem Balkendiagramm, wie viel Steuer 2026 in den 38 OECD-Ländern auf den Kursgewinn einer Aktienanlage von 10.000 Euro nach 30 Jahren anfällt. Angenommen ist ein Kursgewinn von sechs Prozent pro Jahr. Am höchsten ist die Steuer in Dänemark mit 19.900 Euro, gefolgt von Chile (19.000) und Norwegen (17.900). Österreich liegt mit 13.000 Euro an 13. Stelle, Deutschland mit 12.500 Euro knapp dahinter. Am unteren Ende stehen Belgien und Mexiko mit je 4.700 Euro. In neun Ländern ist der Kursgewinn steuerfrei: Griechenland, Luxemburg, Neuseeland, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Südkorea, Tschechien und Türkei.
Anzahl an Steuern und Abgaben, im Jahr 2024
Jetzt die Paketabgabe, in ein paar Monaten die Streamingabgabe und wer weiß, was sich das Regierungstrio gerade noch so zusammenwürfelt: Österreich versinkt in seinen Steuern und Abgaben.
Stromkosten pro Jahr inklusive Netzkosten, Steuern und Abgaben, August 2026
Der eigentliche Strom macht weniger als die Hälfte der Stromrechnung aus.
Einnahmen von Jänner bis Juni des jeweiligen Jahres (in Milliarden Euro) und die prozentuelle Veränderung zwischen 2019 und 2026
Im Finanzministerium hatte man im ersten Halbjahr wieder gute Laune.
Zahl der Unternehmen unter den Top-100 (nach Marktkapitalisierung zum jeweiligen Jahresende) zwischen 2008 und 2026 in den USA, Europa und Asien-Pazifik
Europa verliert im globalen Wettbewerb um die größten Unternehmen zunehmend an Boden. Während die Zahl nordamerikanischer und asiatischer Konzerne unter den 100 wertvollsten Unternehmen der Welt steigt, ist Europas Anteil seit Jahren rückläufig.
Steuermehrbelastung durch fehlende Drittel-Kompensation der kalten Progression, in Milliarden Euro
Die kalte Progression ist zurück. Seit sie 2023 teilweise abgeschafft wurde - die Agenda Austria hatte jahrelang darauf gepocht - werden zwei Drittel der versteckten Steuererhöhung automatisch abgegolten. Über das letzte Drittel verfügt die Politik, bisher wurde auch dieses über Anpassungen von Tarifstufen und Absetzbeträgen sowie andere steu
Die Einnahmen aus den wichtigsten Steuern gehen in Österreich trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiterhin steil nach oben.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
Lernen Sie uns kennenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen