Arbeitsmarkt & Einkommen

In welchen Ländern mehr Netto bleibt

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Der Eingangssteuersatz der Lohn- und Einkommensteuer wird von 25 auf 20 Prozent gesenkt. Das hat der Nationalrat in seiner letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause beschlossen. Trotz dieser Senkung bleibt es dabei, dass die Belastung des Faktors Arbeit nur in wenigen OECD-Ländern höher ist als in Österreich. 

Die Agenda Austria hat unter Berücksichtigung der beschlossenen Senkung der ersten Tarifstufe die Lohndifferenz eines durchschnittlichen, österreichischen Vollzeitbeschäftigten (mit rund 3.500 Euro Monatsbruttogehalt) berechnet. Unter der Annahme, dass ihre Arbeitsleistung so belastet wäre wie beispielsweise jene der Iren, könnten sie sich über 730 Euro netto mehr freuen – pro Monat. Käme das deutsche Steuersystem bei uns zur Anwendung, hätte ein österreichischer Durchschnittsverdiener monatlich circa 100 Euro weniger am Konto.

Selbst in traditionellen Wohlfahrtsstaaten wie Schweden oder Dänemark ist die Abgabenbelastung auf Arbeit spürbar geringer. So hätte der österreichische Durchschnittsverdiener im schwedischen System über 240 Euro und im dänischen sogar mehr als 615 Euro mehr pro Monat zur Verfügung. Eine dänische Familie mit zwei Kindern bekäme sogar 875 Euro pro Monat mehr als eine österreichische. Die finanziellen Unterschiede zwischen Singles und Familien gibt es hier in einer interaktiven Grafik im Detail zum Betrachten. „Die Senkung des Eingangssteuersatzes ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, mehr aber auch nicht. Mit dem Familienbonus sind Familien zusätzlich entlastet worden. Eine nachhaltige Steuerreform muss nach Bewältigung der Gesundheitskrise dennoch ganz oben auf der politischen Tagesordnung stehen“, sagt Agenda Austria-Ökonom Dénes Kucsera.

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Welche Bildung einen Job garantiert / 05.03.2018
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